Ein öffentliches Gedenken für die Opfer der Flucht nach Europa
Seit 1993 sind über 72.000 Menschen auf der Flucht nach Europa ums Leben gekommen. Zum Weltflüchtlingstag setzt der Berliner Dom mit der Aktion „Beim Namen nennen“ erneut ein starkes öffentliches Zeichen des Erinnerns und der Solidarität.
Die Aktion erinnert an die Menschen, die auf dem Weg nach Europa gestorben sind. Ihre Namen, das Datum ihres Todes und die Umstände ihrer Flucht werden - soweit bekannt - auf schmale Stoffbänder geschrieben und anschließend an den Außengittern der Arkaden des Berliner Doms befestigt. Die Bänder bilden ein sichtbares Zeichen weithin verdrängten Leids – mitten im Herzen der Stadt.
Zudem macht in diesem Jahr ein fast 6 Meter hohes Kreuz aus 130 Rettungswesten außen über dem Hauptportal des Berliner Doms auf die Aktion aufmerksam. In Kooperation mit der Seenotrettungsorganisation Sea-Watch e.V. ist diese Installation möglich. Das Kreuz wirkt weithin über den Lustgarten in den Stadtraum hinein. Als ein Symbol der Hoffnung wird es abends leuchten wie auch die Rettungswesten auf dem dunklen weiten Meer. Dieses ungewöhnliche Kreuz steht für Nächstenliebe, Menschlichkeit und den Mut, sich für die Schwächsten einzusetzen, wie es auch Jesus getan hat.
- Sa 20. Jun 2026
- 10.00 – 17.00 h
Lesung "Beim Namen nennen"
Aktion zum Weltflüchtlingstag
Predigtkirche