Jetzt unterstützen

Beim Namen nennen

Aktionen zum Weltflüchtlingstag 2026 im Berliner Dom. Ein öffentliches Gedenken für die Opfer der Flucht nach Europa

Seit 1993 sind über 72.000 Menschen auf der Flucht nach Europa ums Leben gekommen. Zum Weltflüchtlingstag setzt der Berliner Dom mit der Aktion „Beim Namen nennen“ erneut ein starkes öffentliches Zeichen des Erinnerns und der Solidarität.

Die Aktion erinnert an die Menschen, die auf dem Weg nach Europa gestorben sind. Ihre Namen, das Datum ihres Todes und die Umstände ihrer Flucht werden - soweit bekannt - auf schmale Stoffbänder geschrieben und anschließend an den Außengittern der Arkaden des Berliner Doms befestigt. Die Bänder bilden ein sichtbares Zeichen weithin verdrängten Leids – mitten im Herzen der Stadt.

Zudem macht in diesem Jahr ein fast 6 Meter hohes Kreuz aus 130 Rettungswesten außen über dem Hauptportal des Berliner Doms auf die Aktion aufmerksam. In Kooperation mit der Seenotrettungsorganisation Sea-Watch e.V. ist diese Installation möglich. Das Kreuz wirkt weithin über den Lustgarten in den Stadtraum hinein. Als ein Symbol der Hoffnung wird es abends leuchten wie auch die Rettungswesten auf dem dunklen weiten Meer. Dieses ungewöhnliche Kreuz steht für Nächstenliebe, Menschlichkeit und den Mut, sich für die Schwächsten einzusetzen, wie es auch Jesus getan hat.

Schreibstation in der Predigtkirche vom 2. - 16. Juni 2026
Vom 8. bis 17. Juni 2026, täglich von 10 bis 18 Uhr, steht in der Predigtkirche eine offene Schreibstation bereit. Gemeindemitglieder, Berlinerinnen und Berliner und die Gäste der Stadt sind eingeladen, sich zu beteiligen und Namen und Daten festzuhalten. Jede Hand-schrift macht das unsichtbare Leid sichtbar.

Gottesdienst zum Weltflüchtlingstag am Samstag, 20. Juni 2026, 18 bis 19 Uhr
Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag, werden die Namen und Schicksale der Verstorbenen in der Predigtkirche von 10 bis 17 Uhr verlesen; mit musikalischen Einschüben und Akzenten. Den Abschluss bildet ein Gedenkgottesdienst um 18 Uhr mit Domprediger Stefan Scholpp und dem Staats- und Domchor Berlin unter der Leitung von Kai-Uwe Jirka.

An der Aktion „Beim Namen nennen“ nehmen zahlreiche Städte in der Schweiz und in Deutschland teil. Alle Aktionen finden Sie hier.

 

 

XS
SM
MD
LG