SOUNDS OF LOSS
Klänge für den Frieden im Berliner Dom: SOUNDS OF LOSS – Weltweite Audio-Intervention von Philip Gröning zum UN-Weltfriedenstag am 21. September 2026
Soundinstallation im Berliner Dom
So 20.09., 12:00 Uhr bis
Di 22.09.2026, 12:59 Uhr
Insgesamt 1.500 einzeln aufgezeichnete Klick- und Klopfgeräusche – eines für jeden Menschen, der am Internationalen Tag des Friedens der Vereinten Nationen am 21. September 2026 im Krieg ums Leben kommt. Jeder Mensch fehlt.
Der Berliner Dom präsentiert als eine von vielen internationalen Institutionen am von der UN ausgerufenen Weltfriedenstag die Premiere der weltumspannenden Sound-Installation SOUNDS OF LOSS des Filmemachers und Medienkünstlers Philip Gröning. 49 Stunden lang, alle Zeitzonen – von Kiribati bis Baker Island – des globalen 21. September verbindend, erklingen die Klickgeräusche in Museen, Theatern, Kinos, Universitäten, Schulen, Gottes-häusern und öffentlichen Einrichtungen. SOUNDS OF LOSS schafft eine eindrückliche akustische Präsenz. Die Abfolge der Klickgeräusche orientiert sich an den statistischen Opferzahlen aktueller Kriege. Die Unvorhersehbarkeit der Klänge spiegelt die Unvorhersehbarkeit von Krieg und Gewalt wider.
Der Berliner Dom setzt mit dem Kunstprojekt erneut ein deutliches, öffentliches Zeichen des Erinnerns, der Solidarität mit den Menschen und des Engagements für den Frieden. Es schließt an die Aktion „Beim Namen nennen“ des Berliner Doms an, bei der zum internationalen Weltflüchtlingstag an die seit 1993 auf der Flucht nach Europa über 72.000 ums Leben gekommenen Menschen erinnert wird. „Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein“ war bereits die Botschaft der ersten Vollversammlung des ökumenischen Weltkirchenrates in Amsterdam 1948, die bis heute gültig ist.
SOUNDS OF LOSS schafft einen weltweit gemeinsamen Moment des Innehaltens. Es entsteht eine kollektive Erfahrung, die nationale, politische und kulturelle Grenzen überschreitet und Fragen nach Erinnerung, Empathie, Verantwortung und Frieden in den Mittelpunkt rückt. Das Projekt ist zugleich Mahnung und Hoffnung: Kriege werden von Menschen gemacht – und können von Menschen beendet werden.
Die künstlerische Intervention holt die menschlichen Kosten von Krieg in das Bewusstsein des Alltags zurück. Die Klicks begleiten Ausstellungen, Vorträge, Konzerte, Gottesdienste oder alltägliche Wege und erinnern daran, dass Krieg keine abstrakte Nachrichtensituation ist, sondern eine fortlaufende Realität mit konkreten menschlichen Verlusten.
Die Soundinstallation wird an den unterschiedlichen Orten in bestehende Abläufe und Veranstaltungen integriert. So auch in der Kathedrale St. John the Divine in New York, während dort gemäß der Tradition am UN Sunday, 20.09., die Ansprache des Präsidenten der UN-General-versammlung gehalten wird, in diesem Jahr von Dr. Khalilur Rahman. SOUNDS OF LOSS wird weltweit synchron zu hören sein, neben dem Berliner Dom und der Zionskirche u.a. in der St. Pauls Cathedral Melbourne, im National Museum Singapore oder in der Kathedrale von Verona.
Der Regisseur und Medienkünstler Philip Gröning seit über drei Jahrzehnten eine der prägenden Stimmen des europäischen Arthouse-Kinos. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Europäischen Filmpreis, beim Filmfestival Venedig, beim Sundance Film Festival, und ausgestellt in der Pinakothek der Moderne, der Sammlung Franz von Bayern, TANK Shanghai und im Museum of Modern Art (MoMA), New York.
Weitere Informationen zum Projekt und zum Künstler unter: https://soundofloss.com/