Notos Quartett gibt Benefizkonzert

Junge Juden und Muslime reisen erstmals gemeinsam nach Krakau und Auschwitz – Notos Quartett gibt dafür Benefiz-Konzert im Berliner Dom

Das Notos Quartett waren die ersten Künstler, die Mitte April ihren ECHO zurückgegeben haben. Jetzt setzen die vier jungen Musiker ein weiteres Zeichen gegen Antisemitismus und für Völkerverständigung.

Bei einem Benefizkonzert am 22. Mai im Berliner Dom wollen die vier Quartettmitglieder insgesamt 20.000 Euro Spenden sammeln. Mit dem Geld soll einer Gruppe jungen jüdischen und muslimischen Erwachsene in diesem Sommer zum ersten Mal eine fünftägige Reise nach Krakau und zur Gedenkstätte in Auschwitz ermöglicht werden.

Die Idee zu dem Konzert hatte das Notos Quartett zusammen mit Bertold Höcker, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Berlin Stadtmitte. Zum Dank dafür, dass das Notos Quartett sich mit der Rückgabe des ECHO-Preises klar gegen Antisemitismus und die Verhöhnung von Holocaustopfern gestellt hatte, bot Höcker dem Ensemble ein mietfreies Konzert in einer Berliner Kirche an. Das Quartett hatte daraufhin den Wunsch, ein Benefiz-Konzert zu spielen und der Berliner Dom war sofort bereit, mitzumachen.

Die Reise vom 6.-10. August 2018 organisiert die Union progressiver Juden gemeinsam mit dem Zentralrat der Muslime. Die 22 Teilnehmenden sind junge geflüchtete Erwachsene aus Syrien und dem Irak, die jetzt in Erfurt leben und jungen Juden aus Schleswig-Holstein und NRW. Mit dabei sind auch ein über 90jähriger Rabbiner und ein Imam, Mitte 30. Die Ministerpräsidenten Bodo Ramelow und Daniel Günther werden die Gruppe ebenfalls einen Tag in Polen begleiten.

Insgesamt kostet die Reise cirka 20.000 Euro, die mit dem Benefizkonzert im Berliner Dom eingesammelt werden sollen. Das Notos Quartett wird am 22. Mai, um 20 Uhr, im Berliner Dom Werke von Mahler, Mozart und Schumann spielen.

Der Eintritt ist frei, um großzügige Spenden wird gebeten.

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