• Di 22. Dez 2020
  • 20.00 – 21.30 Uhr

Das Berliner Weihnachtskonzert

Chorkonzert
Predigtkirche
Kuppelinnenansicht Berliner Dom, Foto: Maren Glockner

Sergei Rachmaninow
»Ganznächtliche Vigil« op. 37
für Chor a cappella mit Soli (Vesperliturgie)

Roksolana Chraniuk, Alt
Joo-hoon Shin, Tenor
Rundfunkchor Berlin

Gijs Leenaars, Dirigent

Tickets ab August 2020 erhältlich!

Das Weihnachtskonzert des Rundfunkchores Berlin kurz vor Heiligabend ist immer etwas Besonderes:
Zum einen bietet es in der riesigen Kuppelhalle des Berliner Doms ungewöhnliche Klangerlebnisse. Zum anderen bildet es für viele Berliner Klassikfreunde den emotionalen Übergang von der hektischen Advents- zur ruhigen Weihnachtszeit. Diesmal kommt noch ein dritter Punkt hinzu: Auf dem Programm steht geistliche Musik der russisch-orthodoxen Liturgie, die „Ganznächtliche Vigil“ von Sergej Rachmaninow. Die liturgische Vorlage ist der Gottesdienst am Vorabend kirchlicher Feiertage, und so besteht das Werk aus einer Abfolge von Gebeten, Lesungen und Gesängen, die in das kammermusikalischere Abend- und das reichere Morgenlob gegliedert sind.
Von Anfang an war die „Vigil“ aber auch für Aufführungen im Konzertsaal konzipiert. Da im orthodoxen Ritus Instrumente verboten sind, musste sich Rachmaninow auf einen vierstimmigen Chor beschränken – den er dafür besonders farbig und klangprächtig gestaltete. Eindrucksvoll glückte ihm die Verbindung einstimmiger Kirchengesänge mit spätromantischem Klangideal. Rachmaninow selbst war mit seinem 1915 in Moskau uraufgeführten Werk so zufrieden, dass er bestimmte, der fünfte Teil, entsprechend dem Nunc dimittis, solle auf seiner eigenen Beerdigung gespielt werden.

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