• Sa 24. Aug 2019
  • 20.00 – 21.30 Uhr

GRANDES TRÓPICOS!

Tickets sind noch an der Abendkasse verfügbar! Festkonzert zum 250. Geburtstag von Alexander von Humboldt
Chorkonzert
Predigtkirche
Foto: Matthias Heyde

Mit Musik von Estévez, Ginastera, Mendelssohn, Nova u.a.

Ein Konzert in Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin. Eröffnungskonzert der Festwoche HUMBOLDT250

Hauptchor der Sing-Akademie zu Berlin
Staats- und Domchor Berlin
Kammersymphonie Berlin

Andrés Moreno García (Tenor)
Gustavo Castillo (Bariton)

Leitung: Kai-Uwe Jirka

8,- bis 25,-€

PROGRAMM (Änderungen vorbehalten!)

Creación de la Tierra (1972)
Jacqueline Nova

Humboldt-Kantate (1828)
Felix Mendelssohn Bartholdy

Hanacpachap cussicuinin (vor 1622)
Anonymus (Juan Pérez Bocanegra zugeschrieben)

Popol Vuh (Auszug)
Lamentations of Jeremiah
Alberto Ginastera

Xicochi conetzintle (um 1620)
Gaspar Fernandes

La Cantata Criolla (1954)
Antonio Estévez

Wandrers Nachtlied (1791)
Johann Friedrich Reichardt

*

250 Jahre Alexander von Humboldt

Mit einem großen Konzert im Berliner Dom eröffnet die Sing-Akademie zu Berlin die Humboldt-Festwoche der Humboldt-Universität. Das Programm, in dem das globale Denken des Wissenschaftlers und Ökologen musikalisch hörbar wird, steht ganz im Zeichen des Kreolismus. Preußischer Kontrapunkt trifft auf lateinamerikanische Rhythmen.
In den Renaissance-Kompositionen von Bocanegra und Fernandes vermischen sich spanische Vokalpolyphonie und die indigene Sprache der Quechua. Auch in der mit "Field recordings" arbeitenden elektroakustischen Studie "Cantos de la Creación de la Tierra" der Kolumbianerin Jacqueline Nova erklingt die Sprache des Regenwaldes und seiner Bewohner. Die a-cappella-Chöre des Argentiniers Alberto Ginastera verbinden eine in Europa erlernte Harmonik eindrucksvoll mit Rhythmen argentinischer Folklore. Die "Cantata Criolla" (1954) des venezolanischen Komponisten Antonio Estévez ist eine klangreich-poetische Variante der Faust-Erzählung: Der Bauernjunge Floretino tritt in Wettstreit mit dem Teufel.
An die Musiktraditionen der Heimatstadt Humboldts erinnert Felix Mendelssohns Humboldt-Kantate, die nach einem Libretto von Ludwig Rellstab 1828 im Auftrag des Gelehrten zum Ersten Naturforscherkongress in Berlin entstanden ist und in der Sing-Akademie uraufgeführt wurde. Darin malt Mendelssohn die inneren Bewegungen des Kosmos als einen kontinuierlichen Kampf der Elemente aus. An Humboldts engen Austausch mit Goethe erinnert schließlich Johann Friedrich Reichardts 1791 entstandene, selten zu hörende Chor-Vertonung von "Wandres Nachtlied."

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