Domkantorei gibt Konzert in Jüterbog

Unter der Leitung von Domkantor Tobias Brommann gab die Berliner Domkantorei am 2. Juli 2017 ein Konzert in der Jüterboger Nikolaikirche.

Das Städtchen lag bei unserer Ankunft in friedlicher Sonntagsstille. Wir hatten Mühe, die Kirche zu finden, die eigentlich alles überragt, sich beim Näherkommen jedoch geschickt im historischen Stadtkern versteckt. Frau Henkel von der Nikolaigemeinde begrüßte uns und wir folgten interessiert ihren Erzählungen über Altäre, Deckenmalereien und Tetzelkasten. Johann Tetzel selbst hatte seinerzeit in Jüterbog den Ablasshandel betrieben, gegen welchen bekanntlich ein anderer schriftliche Einwände formulierte…

Nach Kaffee und Turmbesteigung kam das Wichtigste: das Chorkonzert. „Der Mann dort – weiß wie ein Engel“, so stellte Kantor Peter-Michael Seifried unseren Dirigenten vor. Passend dazu enthielt unser Programm auch wirklich himmlische Klänge. Besonders die „Messe solennelle“ (1901) von Louis Vierne markierte mit unendlich schönen Melodien, geheimnisvollen Harmonien und ihrem prachtvollen Orgelpart einen Höhepunkt. Herzlichen Dank an dieser Stelle an Ulrich Miehe, der die romantische Rühlmann-Orgel unter äußerst bizarren Bedingungen zum Klingen brachte – sie war zur Hälfte auseinandergebaut.

Im Weiteren erklangen Kompositionen von Felix Mendelssohn-Bartholdy, bei denen sich Psalmworte und Musik wunderbar verbanden. Wie leicht erreichen Bibeltexte das Herz des Hörers, wenn sie in Musik eingebettet sind. Händels „Hallelujah“ wurde zum glanzvollen Abschluss des Konzertes.

Auch beim nächsten Mal sind Sie wieder herzlich eingeladen, uns auf den Ausflug zu begleiten. Eine Stadt und ihre Kirche kennenzulernen, ist eine ideale Ergänzung zu einem Konzertbesuch bei Ihrer Domkantorei.


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