Gespräche bei Brot und Wein

Die Gespräche bei Brot und Wein sind offene Gesprächsabende über elementare Themen des christlichen Glaubens. Sie richten sich an alle Interessierten, die sich informieren und mit anderen austauschen möchten. Ein Impulsreferat, freie Gespräche an den Tischen und ein meditativer Abschluss bilden die Grundelemente der Abende. Danach besteht die Möglichkeit zum lockeren Austausch.

Veranstaltungsort: Sophie-Charlotte-Saal

»Und führe uns nicht in Versuchung? – Die Diskussion um die 6. Bitte des Vater unser«

Referent: Domprediger Thomas C. Müller

Papst Franziskus hat Ende 2017 eine Diskussion um die Bitte »Führe uns nicht in Versuchung« ausgelöst. Diese Übersetzung sei schlecht, sie verdunkle das Bild Gottes. In Wahrheit würde Satan versuchen. Interessanterweise hat die Äußerung des Papstes auch in der speziellen Glaubensthemen eher verschlossenen Öffentlichkeit großen Widerhall gefunden. Neben einer Einführung in die Thematik durch Domprediger Thomas C. Müller soll die Diskussion zu grundlegenden Fragestellungen weitergeführt werden: Was ist eigentlich eine Versuchung? Welches Menschenbild und welches Gottesbild steht hinter diesem Wort? Ist die Rede von »Versuchung« eigentlich zeitgemäß?

Mittwoch, 14. März, 19.30 Uhr


»Zuhause – Auf der Suche nach dem Ort, an dem wir leben wollen«

Referent: Daniel Schreiber, Essayist und Autor, Berlin

Das urbane Leben der Großstadt bietet eine Fülle von Lebensmöglichkeiten. Moderne Menschen leben oft an vielen Orten zugleich. Das bedeutet Freiheit und Unabhängigkeit, es geht aber nicht selten auch mit dem Gefühl der Heimatlosigkeit einher. Die Sehnsucht nach einer Heimat wird auf der anderen Seite auch politisch missbraucht. Der Schriftsteller und Essayist Daniel Schreiber hat in seinem vielfach besprochenen Buch »Zuhause« seinen persönlichen Weg zwischen der Unruhe des Getriebenen und der Suche nach einem Zuhause beschreiben. An diesem Abend wird er Teile aus seinem Buch lesen und im Gespräch der Frage nachgehen, wie wir »Zuhause« ankommen können.

Mittwoch, 18. April, 19.30 Uhr


»Das Kreuz und die pluralistische Gesellschaft«

Referent: Dr. Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter der EKD, Berlin

Die Diskussion um das Kuppelkreuz auf dem Berliner Stadtschloss hat in der Öffentlichkeit hohe Wellen geschlagen. Die Grundfrage, die dahinterstand, war die Frage nach dem Verhältnis von christlichem Glauben, Religion und einer säkularen und multireligiösen Gesellschaft. Für viele Menschen scheint das Kreuz ein Gespräch der verschiedenen Religionen und Kulturen auszuschließen. Wofür aber steht das Kreuz wirklich? Dr. Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter der EKD,wird sich ausgehend von der Diskussion um das Kuppelkreuz mit dem schwierigen Thema einer gegenwärtig neu zu begründenden Verhältnisbestimmung von Kirche, Religion und Gesellschaft nähern und die Frage aufwerfen, wie Christen sich mit ihrem Bekenntnis zum Kreuz in der Gesellschaft verorten können.

Mittwoch, 23. Mai, 19.30 Uhr


»Allein unter ›Heiden‹? - Als Christ leben in der säkularen Gesellschaft«

Referent: Pfarrerin Kathrin Oxen, Leiterin des Zentrums für Evangelische Predigtkultur in Wittenberg

Nicht wenige Menschen, die sich bewusst als Christen oder als an Fragen des Glaubens interessierte Menschen verstehen, erleben sich in ihrem privaten oder beruflichen Umfeld als Exoten und entwickeln ein »Diaspora«-Gefühl. Wie gehen sie damit um? Verschweigen sie ihre religiöse Identität oder bringen sie sie offensiv ein? Was würde es bedeuten, seinen Glauben öffentlich zu leben, ohne andere zu bedrängen? Wie können wir mit Menschen, die nicht glauben, ins Gespräch kommen? An diesem Abend wollen wir der Frage nachgehen, wie man mit dieser Herausforderung umgehen kann.

Mittwoch, 20. Juni, 19.30 Uhr


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