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75 Jahre nach dem Holocaust - Gedenkwochenende im Berliner Dom

Brandauer liest Bonhoeffer, Gedenkgottesdienst, Requiem für Auschwitz

Stelenfeld (c) Stiftung Denkmal - Marko Priske

Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau findet im Berliner Dom ein Gedenkwochenende mit Lesung, Gottesdienst und Konzert bei freiem Eintritt statt. Das Gedenkwochenende steht unter dem Jahresmotto des Berliner Domes: DEMUT – Was zügelt uns?

Samstag, 25. Januar, 20 Uhr
Klaus Maria Brandauer liest Texte von Dietrich Bonhoeffer: „Ich möchte glauben lernen“
Musik: Maria Magdalena Wiesmaier, Cello

Am 9. April 1945 wurde Dietrich Bonhoeffer nach zweijähriger Haft von den Nationalsozialisten im KZ Flossenbürg hingerichtet. Seine theologischen Schriften, seine Gedichte und Briefe werden bis heute gelesen. Sie zeigen das Bild eines mutigen, engagierten Mannes, der seine Ängste, Zweifel und Schwächen nicht verbirgt. Die Texte, die Klaus Maria Brandauer liest, sind Dokumente der Weisheit und Standhaftigkeit, die Bonhoeffer während seiner Haft durch die Nationalsozialisten verfasste. Sie gewähren einen Einblick in sein Denken und Fühlen.
Karten 32,- bis 55,- Euro.

Sonntag, 26. Januar, 10 Uhr
Gedenkgottesdienst zum 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz
Musik: Dotschy Reinhardt Trio

Der Gottesdienst ist eine Zusammenarbeit von Berliner Dom mit dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und dem Landesrat der Sinti und Roma Berlin/ Brandenburg sowie der Ev. Akademie Berlin.

Sonntag, 26. Januar, 18 Uhr
Requiem für Auschwitz – Konzert mit freiem Eintritt

Die Roma und Sinti Philharmoniker spielen unter Leitung ihres Dirigenten Riccardo M Sahiti das „Requiem für Auschwitz“ in g-moll, Op. 4 von Roger Moreno-Rathgeb. Der Niederländer Moreno-Rathgeb stammt selbst aus einer Sinti Familie. Die Idee zu dem Werk hatte er nach seinem ersten Besuch im Vernichtungslager Auschwitz. Gemeinsam mit den Roma und Sinti Philharmonikern und ihrem Dirigenten Sahiti konnte er das Requiem 2012 in Amsterdam uraufführen.

Im Berliner Dom treten die Roma und Sinti Philharmoniker erstmals mit dem Synagogal Ensemble Berlin auf. Gemeinsam würdigen die Musiker mit ihrem Konzert die Opfer und Überlebenden des Holocausts und gedenken der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz- Birkenau vor 75 Jahren.

Die Roma und Sinti Philharmoniker wurden 2002 gegründet, um in der Sinti- und Roma-Kultur verwurzelte Musikstücke aufzuführen und das musikalische Erbe der Roma und Sinti zu pflegen. Das Ensemble sich zum Ziel gesetzt, das musikalische Erbe der Roma und Sinti mit ihrer jahrhundertealten Musiktradition und ihren mannigfaltigen Einflüssen auf die klassische Musik aufzuzeigen und zu bewahren.

Das Synagogal Ensemble Berlin hat in den mehr als 15 Jahren seines Bestehens unzählige Konzerte in Synagogen, Kirchen oder Konzertsälen in Deutschland, Polen, Serbien, Schweden, England, Italien, Israel und Südafrika gegeben – a cappella, mit Orgelbegleitung oder mit Orchester.

Der Berliner Dom veranstaltet das Konzert gemeinsam mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, der Evangelischen Akademie zu Berlin, dem Philharmonischen Verein der Sinti und Roma, dem Synagogal Ensemble Berlin und dem Landesrat der Roma und Sinti Berlin/ Brandenburg.

Der Eintritt für das Konzert am 26. Januar 2019, um 18 Uhr in den Berliner Dom ist frei. Anmeldung erbeten unter: www.eaberlin.de,
Einlass ab 17:30, es besteht freie Platzwahl.

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