Weitere Förderprojekte der Berliner-Dom-Stiftung


In den Jahren ihres Bestehens konnte die Berliner-Dom-Stiftung zahlreiche größere und kleinere Projekte am Berliner Dom anstoßen, finanziell unterstützen oder gar selbst verwirklichen. Einige Ausgewählte möchten wir Ihnen hier vorstellen:
 

12.000 Euro für Gedenkwochenende
100 Jahre nach Ende des 1. Weltkrieges

Jugendchöre aus Frankreich, England, Russland und der Staats- und Domchor Berlin trafen sich zu einem Gedenkwochenende am 11. November 2018 im Berliner Dom. Anlass war das Ende des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren. Die jungen Sängerinnen und Sänger setzten dabei ein starkes Zeichen für Völkerverständigung und Frieden in Europa.

Über 3500 BesucherInnen erlebten ein bewegendes und eindrucksvolles Konzert, ein viersprachiges Abendgebet, einen ökumenischen Gottesdienst mit den vier Chören und der Geistlichkeit der europäischen Ökumene sowie das abschließende Musiktheaterspiel zum Heiligen Martin. Für viele der mitwirkenden Jugendlichen war es nach ihrer Aussage eines der bewegendsten Erlebnisse ihres Lebens.

Möglich wurde dieses außergewöhnliche Wochenende dank der Spende durch die Berliner-Dom-Stiftung in Höhe von 12.000 Euro.


Rettung für die Nachbarin des Donners

Der sonore Klang der Dom-Glocken ist weit über den Lustgarten und die Museumsinsel hinaus hörbar. Doch die "Nachbarin des Donners" - wie Friedrich Schiller die bronzenen Instrumente in seinem "Lied von der Glocke" nennt -  war in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig. Die Motoren, mit denen die tonnenschweren Glocken angetrieben werden, waren zu stark und zu kraftvoll. Beim Starten bewegten sie die Glocken zu schnell, weshalb die Kette der Motoren regelmäßig aus der Fassung sprang und ersetzt werden musste. Dank der Berliner Domstiftung kamen Ende 2018 dafür die benötigten 5544,- Euro zusammen.


Hohenzollerngruft en miniature

Ein wichtiger Teil der Projekte in der Hohenzollerngruft ist der neue Ausstellungsbereich auf der Nordseite der Grablege. Dank einer Spende der Cornelsen Kulturstiftung in Höhe von 200.000 Euro an die Berliner-Dom-Stiftung erhält der Ausstellungsraum ein eigenes Highlight: ein interaktives Modell der Hohenzollerngruft im Maßstab 1:25. Mit Hilfe des interaktiven Modells orientieren sich die Besucher bereits vor Betreten der Gruft. Sie bereiten sich inhaltlich auf das vor, was sie in der Grablege erwartet. Die Informationen sind in leicht verständlicher Sprache, so dass sich die Besucherinnen und Besucher an diese noch erinnern, wenn sie die eigentliche Gruft betreten. Wer einen tieferen Einblick in die Geschichte sucht, findet weitere Informationen über eine gezielte Menüsteuerung am Tisch des Gruftmodells.


Reinigung der goldenen Apostelschranke

Im Frühjahr 2018 konnten die wertvolle Apostelschranke im Altarbereich und die großen goldenen Kandelaber dank der Unterstützung durch die Berliner-Dom-Stiftung aufwendig gereinigt und saniert werden. Auf dem Gold hatte sich im Laufe der Jahrzehnte Ablagerungen gebildet, die entfernt werden mussten. Die Restaurierung kostete insgesamt 6000,- Euro.


Spiegelskulptur im Altarraum

Im Jubiläumsjahr der Reformation 2017 installierte die Domgemeinde im Altarraum des Berliner Domes eine außergewöhnliche Skulptur: eine 16 Meter hohe Wand aus 70 verstellbaren Spiegeln. Diese spiegelnde Fläche des Künstlers Philipp von Matt verhüllte die dahinterliegenden Fensterbilder des Altarraumes. Stattdessen wurde durch die Spiegelwand das Tageslicht aus der Hauptkuppel in die Predigtkirche geholt. Vor der Spiegelfläche hing ein hölzerner Kruzifixus, entstanden zur Zeit der ersten frühreformatorischen Bewegungen. Die Berliner-Dom-Stiftung unterstützte das Vorhaben finanziell.

 


Musikalischer Schatz gehoben

Domorganist Professor Andreas Sieling konnte mit Hilfe der Berliner-Dom-Stiftung einen musikalischen Schatz heben. Er fand in der Berliner Staatsbibliothek unveröffentlichte und musikalisch sehr interessante Lieder eines seiner Vorgänger, Domorganist Bernhard Irrgang. Die Lieder sind mittlerweile im traditionsreichen Butz-Verlag, einem Spezialverlag für Orgel-und Vokalmusik, veröffentlicht.
 


Krippenspiel mit dem Staats- und Domchor Berlin

2015 finanzierte die Stiftung die Uraufführung eines neuen Krippenspiels in Kooperation mit dem Staats- und Domchor Berlin. Das moderne Singspiel wurde von Monika Rinck und Christian Filips eigens für den Chor geschrieben. Die Jungs des Staats- und Domchores begeben sich für das Krippenspiel der etwas anderen Art auf eine Reise von Berlin nach Bethlehem. Das Krippenspiel, das für Familien mit Kindern ab sechs Jahren geeignet ist, ist seitdem immer am zweiten Weihnachtsfeiertag im Berliner Dom zu sehen.

 


Animationsfilme für die Hohenzollerngruft

Die Berliner Dom Stiftung engagiert sich für die Umgestaltung der Hohenzollerngruft und sammelt dafür Geld. Im Jahr 2015 hat die Stiftung für 25.000 Euro drei Animationsfilme der Trickfilmkünstler ‚buchstabenschubser‘ aus Potsdam in Auftrag geben. Die drei Filme der preisgekrönten Filmemacher erzählen in drei Minuten anschaulich die Geschichte der Hohenzollerngruft, das Leben der Königin Elisabeth Christine und thematisieren die große Anzahl von Kindersärgen in der Hohenzollerngruft. Langfristig ist geplant, alle drei Animationsfilme in einem erweiterten Ausstellungsbereich der Hohenzollerngruft zu zeigen. Schon jetzt finden Sie die Filme in der Mediathek des Domes.


Forschergeist und Musiktalent

Die Berliner-Dom-Stiftung unterstützte den Theologe Patrick Holschuh mit einem monatlichen Büchergeld bei seiner Doktorarbeit mit dem Arbeitstitel "Berliner Dom und Nationalsozialismus". Wir sind sehr froh, dass diese Zeit anhand des Archivmaterials und der Sitzungsprotokolle gründlich aufgearbeitet wird.

Die siebzehnjährige Deborah Hödtke erhielt ebenfalls ein Stipendium. Seit 2008 ist sie Schülerin von Domorganist Professor Andreas Sieling. Ein Ausnahmetalent mit großem Potential. 2012 hat Deborah im renommierten Wettbewerb von ‚Jugend musiziert‘ bundesweit den 1. Platz im Fach Orgel gewonnen. Auch 2009, damals war sie 14 Jahre alt, wurde sie Erste.

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