Predigtkirche

Blick in die Kuppel Die Prachtentfaltung der Predigtkirche schlägt viele Besucher beim Betreten des Kirchraums zunächst in den Bann. Der Zentralraum wirkt hell und erhaben. Die reiche Dekoration und die vielfältige Gliederung unterstützen diesen Eindruck.

 

Der achtseitige Raum ist von Sandsteinpfeilern mit daran angebrachten Pilastern gerahmt. Auf diesen sieht man die Figuren der vier großen Reformatoren Luther, Melanchthon, Zwingli und Calvin. Ihnen gegenüber stehen die Fürsten Landgraf Philipp der Großmütige von Hessen, Kurfürst Friedrich der Weise von Sachsen, Kurfürst Joachim der II. von Brandenburg sowie Herzog Albrecht von Preußen.

 

Oberhalb der Standbilder sind Reliefs zu sehen, die Ereignisse der Apostelgeschichte schildern: die Steinigung des Stephanus, die Bekehrung des Apostels Paulus, Paulus in Athen und die Heilung des Lahmen durch Petrus und Johannes. Die Reliefs sind von dem Künstler Otto Lessing gefertigt.

 

In den Halbkuppeln über den kleinen Emporen und der Kanzel sind Mosaiken mit Bildnissen der Evangelisten zu sehen. Diese wurden von dem Künstler Woldemar Friedrich geschaffen, er hat ebenfalls die Deckenfläche über der Orgelempore mit prächtigen Mosaikgemälden ausgeschmückt.

  

Altarraum

Blick-in-den-Altarraum-Auss.jpg Der durch eine siebenstufige Treppenanlage erhöhte Altarraum ist besonders prachtvoll ausgestaltet. Die Glasgemälde der drei Hauptfenster stellen die Geburt, Kreuzigung und Auferstehung dar und gehen wie die darüber liegenden Ovalfenster auf Entwürfe des Künstlers Anton von Werner zurück.

Die Einrichtung des Altarraumes stammt überwiegend aus dem Vorgängerbau des Domes. Der von Friedrich August Stüler entworfene Altar ist aus weißem Marmor und Onyx gefertigt, dahinter befindet sich die Apostelschranke. Diese ursprünglich bronzene und von Karl Friedrich Schinkel entworfene, nun aber vollständig vergoldete Chorschranke ist beidseitig von gusseisernen Kandelabern gerahmt und trennt den Taufbereich ab. In diesem Bereich hinter der Apostelschranke befinden sich der weiße marmorne Taufstein von Christian Daniel Rauch und ein von Holzschnitzereien umgebener kleiner Altar, über dem sich das Bild des Apostels Petrus befindet.

Die Kanzel, ein prächtiges Schnitzwerk aus Eichenholz, ist nach einem Entwurf von Otto Raschdorff, Sohn und Mitarbeiter des Dombaumeisters gestaltet und trägt den Schriftzug „Des Herrn Wort bleibet ewiglich“.