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Eine Gemeinde mit fester Zugehörigkeit zur Domkirche entstand ab 1613 als Kurfürst Johann Sigismund vom lutherischen zum reformierten Glauben wechselte. Seit dem Erlass von Kurfürst Georg Wilhelm von 1632, der dem Dom eine besondere Stellung unter den Berliner Pfarrkirchen zuweist, wurden dann alle Berliner reformierten Glaubens in der Domkirche „eingepfarrt“.
Mit der Einführung der Preußischen Union von 1817 wurde die Kirchengemeinschaft der Lutheraner und der Reformierten auch am Dom festgeschrieben. Ab 1817 musste der Beitritt zur Gemeinde – wie heute auch - ausdrücklich erklärt werden. Um 1870 hatte die Gemeinde etwa 12 000 Glieder.
Nach der Zerstörung des Doms 1944 und in der Nachkriegszeit versammelten sich bis zu 1000 Gläubige in der Gruftkirche zum Sonntagsgottesdienst.
Die Teilung der Stadt durch den Bau der Mauer belastete die Gemeinde schwer. Die Gemeinde in Berlin-West errichtete ein Gemeindezentrum in der Müllerstrasse, nahe dem Domfriedhof. Im Ostteil setzte die Gemeinde ihre Arbeit im zerstörten Dom fort, allerdings war die Gruftkirche inzwischen ebenfalls baufällig geworden. Mit der erst nach 1980 wiederhergestellten Tauf- und Traukirche erhielt die Gemeinde einen neuen Feierort für den Gottesdienst.
Das Zusammenwachsen der beiden Gemeinden nach 1989 brauchte Zeit, viel Verständnis war auf beiden Seiten gefordert, um diesen nicht immer einfachen Weg gemeinsam zu gehen.
Seit 1993 feiert die Domgemeinde die Gottesdienste in der wiederhergestellten Predigtkirche. Die Domgemeinde wächst beständig und hat jetzt 1250 Gemeindeglieder.
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