Domneubau

Berliner Dom, 1905 Nach dem Abbruch der alten Domkirche konnte 1893 mit den Gründungsarbeiten für das neue Bauwerk begonnen werden.
Am 17. Juni 1894 fand die Grundsteinlegung und nach fast 11jähriger Bauzeit am 27. Februar 1905 die Einweihung des Zentralbaus im Stil einer barock beeinflussten italienischen Hochrenaissance statt.
Flankiert von vier Ecktürmen erhob sich die Domkuppel 114 m über dem Straßenniveau.
Außen wie im Innern ist der Dom mit einem umfangreichen neutestamentlichen und kirchenreformatorischen Bildprogramm geschmückt.
Der Bau des Domes hat 11,5 Millionen Mark gekostet. Architekten schätzen, dass man heute für die Errichtung eines ähnlichen Gebäudes etwa 180 Millionen Euro aufwenden müsste.
Kritik an diesem Bauwerk wurde schon vor der Einweihung geübt und hält bis heute an. Es wird vorgeworfen der Dom sei zu protzig, Ausdruck kaiserlichen „Byzantinismus“ „Schaustellerei“.
Bei all diesen Diskussionen hat der Dom bis in die heutige Zeit immer wieder viele Liebhaber gefunden, die imposante Architektur wirkt erhebend und feierlich. Gleichzeitig ist es ein Ort, der in der unruhigen Mitte Berlins Platz gibt für Stille und Gebet.