Planung des Domneubaus

julius_raschdorff.jpg Schon im 19. Jahrhundert begannen die Planungen für einen Domneubau im Lustgarten.

Karl Friedrich Schinkel legte zwischen 1825 und 1828 immer wieder Entwürfe zu einem Neubau des Doms vor. Auf Grundlage der Ausarbeitungen August Stülers wurde im Jahr 1842 mit dem Bau einer mächtigen fünfschiffigen Basilika begonnen. Doch die zunächst auf die Begräbnisstätte beschränkten Arbeiten gingen aufgrund der zögerlichen Haltung der Bauherrn und der geringen finanziellen Mittel nur langsam voran und wurden 1848 eingestellt.

Erst durch König Wilhelm I., dem späteren Kaiser, wurden die Planungen eines repräsentativen Dombaus neu angetrieben. Ein 1867 ausgeschriebener Wettbewerb blieb jedoch ohne Ergebnis, da keiner der 51 eingereichten Entwürfe von dem Preisgericht für geeignet befunden wurde.

Erst 1888 konnten die Initiativen zu einem Abschluss kommen. Der erste Entwurf von Julius Carl Raschdorff fand keine Zustimmung, jedoch erhielt Raschdorff die Chance seinen Entwurf zu überarbeiten. Dieses Konzept, das so genannte 20-Millionen-Projekt wurde drei Jahre später in etwas veränderter und merklich reduzierter Form von Wilhelm II. genehmigt.