Berliner Domarchiv geht online

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Jahrhundertealte Urkunden, Kirchenbücher, über 3000 Predigten und meterweise Unterlagen zum Bau – im Archiv des Berliner Domes lagern unzählige Schätze aus 500 Jahren Dom-Geschichte. Ab sofort können Interessierte die Bestände auch online durchsuchen.

Unter www.domarchiv-berlin.findbuch.net erhalten alle, die sich für die Vergangenheit des Berliner Domes interessieren, eine Übersicht, was genau im Domarchiv zu finden ist. So sind beispielsweise unter dem Menüpunkt „Bestand 26 Dombauverwaltung“ aus dem Jahr 1891 „Kostenanschläge zum Abbruch des alten Doms und zur Überführung der Sarkophage der Hohenzollerngruft“ abgelegt. Taufbücher, Bestattungsregister, Verzeichnisse der Gemeindemitglieder, Unterlagen zum Bau und vieles mehr liegen im Original gut klimatisiert in den Archiv-Räumen unter dem Domdach.

73 Urkunden sind das besondere Highlight der Online-Recherche. Sämtliche Urkunden, die im Domarchiv lagern, stehen mit Bild und genauer Beschreibung auf dem neuen Portal. Das älteste Dokument stammt aus dem Jahr 1409.

Wer sich die übrigen Bestände ansehen möchte, sucht ab sofort online nach der Nummer und verabredet anschließend einen Termin mit Domarchivar Yves A. Pillep. Etwa die Hälfte aller Dom-Unterlagen hat Pillep in den letzten Jahren erschlossen. Derzeit arbeitet er die Bestände nach 1945 auf.

Das angehängte Bild ist zur Veröffentlichung frei gegeben. Es zeigt die Urkunde Kurfürst Jobsts vom 29. September 1409, in der dieser die Stiftung einer Kapelle in der Petrikirche Cölln bestätigt.