Johannisnacht mit Tauferinnerung und verzaubernden Klängen

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Viele Christen wurden als Kinder getauft und haben daher keine persönliche Erinnerung mehr an die eigene Taufe.

Am Johannistag, am Samstag, den 24. Juni – dem Gedenktag Johannes des Täufers – laden wir daher um 22 Uhr zu einem Nachgottesdienst mit einer Tauferinnerungsfeier in den Berliner Dom ein. Über die Lautsprecher ist das Plätschern von Wasser zu hören, Domprediger Thomas C. Müller zeichnet allen Gottesdienstbesuchern, die möchten, ein Wasserkreuz auf die Stirn. Musikalisch wird der Gottesdienst durch Domorganist Andreas Sieling an der Orgel und Claudio Tesorino am Saxophon gestaltet.

Immer mehr Menschen lassen sich jedoch erst als Erwachsene taufen, so auch in unserer Gemeinde. In der letzten Osternacht waren es neun Erwachsene und vier Konfirmandinnen und Konfirmanden. Für alle Getauften gleichermaßen bedeutungsvoll ist es, sich an die eigene Taufe zu erinnern.

Die Taufe mehr als ein Eintrittsritual in die Kirche – es ist ein Sakrament, das ein Leben lang wirkt! Die Erinnerung an die eigene Taufe ist daher auch mehr als nur Nostalgie. Sie ist vielmehr die Rückkehr zu dem Ja, das Gott zu jedem Einzelnen gesprochen hat. Dieses Ja können wir als Christen immer wieder zum Ausgangspunkt unseres Lebens machen. 

 

Martin Luther sprach davon, dass wir jeden Tag neu aus der Taufe kriechen dürfen. Es ist die Gnade, immer wie neu anfangen zu dürfen. In einer Zeit, in der viele Menschen unter dem permanenten Bewertungs- und Beurteilungsdruck stehen, ist es eine Quelle der Selbstannahme und des aufrechten Gangs. Dazu sollen wir dieses Geschenk immer wieder neu für uns ergreifen.