Das Bach-Projekt - Johann Sebastian Bach und sein Orgelwerk

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Am 21. März 2017 startet die fünf Jahre dauernde Konzertreihe von Domorganist Andreas Sieling an der großen Sauerorgel.
                                       
„Das ist ein Lebenstraum“ sagt Domorganist Andreas Sieling über DAS BACH-PROJEKT, das er pünktlich zum Geburtstag des großen Komponisten im Reformationsjubiläumsjahr am 21. März 2017 startet.  15 Konzerte in fünf Jahren – Sieling führt das gesamte Orgelwerk von Johann Sebastian Bach erstmals an der Großen Sauerorgel des Berliner Domes auf.

DAS BACH-PROJEKT beginnt bewusst im Reformationsjubiläumsjahr, denn wie kaum ein anderer seiner Zeitgenossen blieb Bach der lutherischen Tradition verpflichtet. Er gab dieser Tradition -  gerade im Blick auf ihre tragenden Säulen Bibel und Gesangbuch - eine neue Dimension.  Für den Reformator Martin Luther gehörte Musik untrennbar zur christlichen Verkündigung dazu. Dieses Ziel hat sich Johann Sebastian Bach mit seiner Musik zu eigen gemacht. Was Bachs Musik dabei besonders auszeichnet, ist nicht allein das ungewöhnlich hohe künstlerisch-musikalische Niveau seiner Kompositionen. Bach hat sich die Bibeltexte, die er vertont hat, geradezu wissenschaftlich erarbeitet, sie theologisch und inhaltlich durchdrungen.

Damit jedes einzelne der 15 Konzerte von Domorganist Andreas Sieling zu einem eigenständigen wie anspruchsvollen Konzerterlebnis wird und zu spiritueller Erfahrung führt, sind die Programme in sich abgeschlossen, abwechslungsreich und dramaturgisch abgerundet. Sieling gibt dem Hörer an den verschiedenen Abenden die Möglichkeit, das musikalische Phänomen Bach aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Ihm gelingt es in seinen Konzerten, die Einflüsse, die auf Bach gewirkt haben, hörbar und damit nachvollziehbar zu machen.

Die Große Sauerorgel im Berliner Dom ist ein Werk der deutschen Spätromantik und eigentlich kein explizit für Barockmusik geeignetes Instrument. Dennoch ist gerade hier eine Interpretation des Bachschen Œuvres besonders interessant. „Der Reiz bei DAS BACH-PROJEKT liegt für mich daran“, so Domorganist Andreas Sieling „dass ich an der Sauerorgel mit ihrer großen klanglichen Vielfalt die Orgelwerke ganz unterschiedlich interpretieren kann“. Zum einen lässt sich auf der Sauer-Orgel gewissermaßen eine Barockorgel imitieren. Ein anderer Ansatz Sielings ist die Verwendung romantischer Einrichtungen (von Straube, Reimann, Töpfer u.a.). Als dritte Interpretationsvariante bietet Sieling eine Synthese aus barocker und romantischer Aufführungspraxis.

Aufgrund der starken Verzögerung, die durch die besondere pneumatische Orgeltechnik der Sauerorgel im Berliner Dom entsteht, sind die Konzerte für Domorganist Andreas Sieling eine echte Herausforderung. „Da heißt es jeden Tag vier Stunden üben“, so Sieling. Doch für den Organisten des Berliner Domes ist das keine Pflichtübung, sondern ein erfüllter Lebenstraum: „Jetzt darf ich vier Jahre lang Bach leben“.

 

 

Terminübersicht 2017 - 2021:

Dienstag, 21.03.2017, 20 Uhr (Geburtstag Bach)
I.    Happy Birthday!       

Freitag, 25.08.2017, 20 Uhr (im Rahmen des Festivals 12. Internationaler Orgelsommer)
II.    Bach und die barocke Lebenslust   

Dienstag, 31.10.2017, 20 Uhr
III.    Bach und Luther   

Karfreitag, 30.03.2018, 17 Uhr
IV.    Bach und der norddeutsche Stil   

Freitag, 24.08.2018, 20 Uhr (Orgelsommer)
V.    Bach und der italienische Stil   

Sonntag, 16.12.2018, 16 Uhr
VI.    Bach und Advent   

Karfreitag, 19.04.2019, 17 Uhr
VII.    Bach und die barocke Weltordnung   

Freitag, 05.07.2019, 20 Uhr (Orgelsommer)
VIII.    Bach und der französische Stil   

Samstag, 16.11.2019, 20 Uhr
IX.    Bach und die musikalische Rhetorik

Karfreitag, 10.04.2020, 17 Uhr
X.    Bach und die barocke Todessehnsucht   

Pfingstsamstag, 30.05.2020, 20 Uhr
XI.    Bach und Pfingsten   

Freitag, 03.07.2020, 20 Uhr (Orgelsommer)
XII.    Bach im Spiegel der Romantik 

Sonntag, 27.12.2020, 18 Uhr
XIII.    Bach und Weihnachten

Ostermontag, 05.04.2021, 20 Uhr
XIV.    Bach als Pädagoge 

Sonntag, den 12.12.2021, 15 Uhr
XV.    Bach und die Vollendung