10. Internationaler Orgelsommer 2015

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Der Internationale Orgelsommer an der berühmten Sauer-Orgel im Berliner Dom feiert Geburtstag! Zehn Jahre jung ist unser Festival mit den Stars der Orgelszene, die in den Monaten Juli und August jeweils freitags um 20 Uhr das kostbare, weltweit einmalige spätromantische Instrument zum Klingen bringen.

Anlässlich des Jubiläums ist die Reihe besonders hochkarätig besetzt. Als Gäste werden u.a. Stephen Tharp aus New York, David Briggs aus Toronto, Sophie-Véronique Cauchefer-Choplin aus Paris, Jan Lehtola aus Helsinki usw. erwartet. Schon diese Namen machen Lust auf die Orgelsommerkonzerte, die in stimmungsvoller Atmosphäre unter der eindrucksvollen Domkuppel stattfinden.

jan_llehtola_uxembourg.jpgDas Eröffnungskonzert des Domorganisten Andreas Sieling am 3. Juli ist nicht nur die „Ouvertüre!“ des diesjährigen Jubiläumsorgelsommers sondern es erklingen innerhalb dieses Konzertes auch zwei Ouvertüren von Felix Mendelssohn Bartholdy in historischen Orgeltranskriptionen. Sämtliche Werke des Programms sind eigentlich Orchesterwerke, die auf die Orgel übertragen wurden. Ein Concerto von Vivaldi in der Bearbeitung von Bach erwartet den Hörer ebenso wie das Allegretto aus der 7. Symphonie von Beethoven.

Am 10. Juli spielt Sophie-Véronique Cauchefer-Choplin symphonische Werke aus Paris, unter anderem Werke von Duruflé und Vierne. „From Finland with love!“ präsentiert Jan Lehola am 17. Juli unbekannte Musik aus Finnland, aber auch die Chromatische Fantasie und Fuge d-Moll von Bach in einer Orgelfassung von Max Reger. Der Magdeburger Domorganist Barry Jordan stellt „Helden aus der zweiten Reihe!“ vor (24. Juli). Damit sind großartige, aber unbekannte Komponisten gemeint, die sonst nicht so leicht wahrgenommen werden. Nowowiejski widmete seine 9. Sinfonie Ludwig van Beethoven. Aus dieser Sinfonie werden drei Sätze aufgeführt. Die kraftvolle aber auch lyrische achte Sonate von Rheinberger steht ebenso auf dem Programm wie die selten gespielte Orgelsonate in a-Moll von  William Harris.

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Einer der wohl bekanntesten englischen Organisten ist David Briggs, der am 31. Juli die Domorgel mit Werken von Fauré (Pavane), Ravel (La valse), Cochereau (Tanzsuite)  u.a. tanzen lässt. Passend zur Lutherdekade und dem diesjährigen Motto „Bild und Bibel“ präsentiert der gerade zum Kathedralorganisten in Dresden gekürte Johannes Trümpler „Romantische Orgelbilder“ (Werke von Bach, Karg-Elert, Lubrich am 7. August). 

Am 14. August ist Stephen Tharp zu Gast, einer der renommiertesten Organisten aus den USA. Nicht nur „Mit Pathos!“ wird er Werke von Rachmaninoff, Liszt, Schumann (Symphonische Etüden cis-Moll, Op. 13) und Tschaikowsky (Scherzo aus der Sinfonie „Pathétique“) zu Gehör bringen. In der „Träumerei“ am 21. August stellt der Organist der Kathedrale von Chartres, Patrick Delabre, Werke von Franck und Schumann einander gegenüber. Innerhalb dieses Konzertes wird der komplette Zyklus der „Kinderszenen“ erklingen.

Als Besonderheit wird zum Abschluss des Jubiläumsfestivals die Sauer-Orgel gemeinsam mit Orchester erklingen. Domorganist Andreas Sieling spielt die Orgelkonzerte von Poulenc sowie Rheinberger und Domkantor Tobias Brommann dirigiert (28. August). Ergänzt wird das Programm durch das Dritte Brandenburgische Konzert von Bach und das „Adagio for Strings“ von Samuel Barber.