Die Hohenzollerngruft

Gruftgang Die Hohenzollerngruft des Berliner Domes ist die wichtigste dynastische Grablege Deutschlands und gehört neben der Kapuzinergruft in Wien, den Königsgräbern in der Kathedrale St. Denis von Paris und der Gruft der spanischen Könige im Escorial bei Madrid zu den bedeutendsten dynastischen Grablegen Europas.

 

Sie enthält 94 Bestattungen vom Ende des 16. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts und dokumentiert mit den in der Predigtkirche stehenden Prunksarkophagen und Grabdenkmälern fünfhundert Jahre brandenburgisch-preußische Grabkultur.

Alle Kunststile seit der ausgehenden Spätgotik spiegeln sich in den teils schlicht, teils reich gestalteten Grabmälern und Särgen aus Stein, Metall und Holz weiter. Eine besondere Rarität stellen die mit Textilien wie Samt und Brokat bespannten hölzernen Särge dar.

 

Sarkophag Philipp Wilhelm Während des II. Weltkrieges wurde auch die Hohenzollerngruft durch den Einsturz der von Bomben getroffenen Hauptkuppel und Feuer stark beschädigt. Einige Särge wurden nahezu völlig zerstört.

 

Seit dem 20. November 1999 ist die Grablege für Besucher öffentlich zugängig. Damals kamen um die 400.000 Touristen, heute sind es knapp 720.000. Erwartet wird, dass mit Eröffnung des gegenüberliegenden Humboldtforums 2019 die Besucherzahlen auch für die Hohenzollerngruft noch einmal erheblich ansteigen werden.

 

 

 


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Projekt Weiterentwicklung und Sanierung der Hohenzollerngruft

Bundestag bewilligt 8,64 Mio Euro

In seiner Bereinigungssitzung hat der Haushaltsausschuss des Bundestages am 10. November 2016 8,65 Millionen Euro für die Sanierung der Hohenzollerngruft bewilligt. Damit sind 50% der veranschlagten Kosten gesichert.

 

„Wir danken allen unseren Unterstützern, die sich in den letzten Monaten für unsere Ideen stark gemacht haben“, sagte Geschäftsführer Lars-Gunnar Ziel „und bei diesem wichtigen Etappenziel geholfen haben“. 

 

Das Projekt

Obwohl die Hohenzollerngruft zu den bedeutendsten Grablegen Europas gehört, entspricht ihr Zustand und ihr Aussehen nicht dieser Bedeutung.

 

In enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt hat der Berliner Dom deshalb verschiedene Maßnahmen erarbeitet, mit denen die Hohenzollerngruft weiterentwickelt werden soll. Dabei wird ihr Charakter als würdevolle dynastische Grabstätte und historischer Ort des nationalen Gedenkens betont und verstärkt. Auf keinen Fall soll die Gruft einen musealen Charakter erhalten. Alle vorgeschlagenen Maßnahmen ordnen sich diesem Ziel unter und erfolgen in angemessener Form und geeignetem Umfang.

 

So ist zum Beispiel geplant, das Treppenhaus zur Gruft zu verbreitern (siehe Foto), einen barrierefreien Zugang zu errichten und das Klima für Särge und Besucher in der Hohenzollerngruft nachhaltig zu verbessern. Für die Besucher wird es zukünftig einen eigenen Informationsbereich und neue Sanitäre Anlagen geben.

 

Entwurf: vangeisten marfels Architekten

 

Projektleitung: Svenja Pelzel, Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können , 030 202 69 -102.


Spende

 

Falls Sie das Vorhaben mit Ihrer Spende unterstützen möchten, geben Sie als Spendenzweck bitte 'Projekt Hohenzollerngruft' bei Ihrer Überweisung an.

 


Bankverbindung für Spenden:

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