Gruft

Gruftgang Von großem historischem und kulturellem Wert ist die Hohenzollerngruft im Berliner Dom. Sie enthält 94 Bestattungen vom Ende des 16. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts und dokumentiert mit den in der Predigtkirche stehenden Prunksarkophagen und Grabdenkmälern fünfhundert Jahre brandenburgisch-preußische Grabkultur.

Alle Kunststile seit der ausgehenden Spätgotik spiegeln sich in den teils schlicht, teils reich gestalteten Grabmälern und Särgen aus Stein, Metall und Holz weiter. Eine besondere Rarität stellen die mit Textilien wie Samt und Brokat bespannten hölzernen Särge dar.

Sarkophag Philipp Wilhelm Während des II.. Weltkrieges wurde auch die Hohenzollerngruft durch den Einsturz der von Bomben getroffenen Hauptkuppel und Feuer stark beschädigt. Einige Särge wurden nahezu völlig zerstört.

Am 20. November 1999 wurde die wiederhergestellte Gruftanlage feierlich eröffnet. Erstmals ist es seitdem der breiten Öffentlichkeit möglich, eine der bedeutendsten fürstlichen Grablegen Europas zu besuchen.

Die Restaurierung der Särge Ist jedoch noch nicht abgeschlossen, auch die Erhaltung der schon wiederhergestellten Grabdenkmäler erfordert viel Zeit, Sachverstand und Geldmittel.