Dom-Shop bleibt ab sofort am Sonntag geschlossen!

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Es hat alles klein angefangen. Mit einem Büchertisch, an dem Bibeln, Gesangbücher und Postkarten von Ehrenamtlichen in der Tauf- und Traukirche des Berliner Doms verkauft wurden. Das war 1989 und die Predigtkirche war noch nicht für die Besichtigung geöffnet. Ein Büchertisch, wie er in vielen Gemeinden anzufinden ist.
Inzwischen hat sich daraus ein Dom-Shop im Untergeschoss des Berliner Doms mit einem beachtlichen Angebot von Literatur, Musik, Geschenken und Souvenirs entwickelt.

Bisher war dieser Shop auch am Sonntag geöffnet. Die Gemeindeglieder, die über die ganze Stadt verteilt wohnen, sollten die Möglichkeit haben, nach dem Gottesdienst den Domshop zu besuchen. Die öffentliche Debatte über die Öffnung der kirchlichen Shops am Sonntag hat jedoch nachdenklich gemacht. So hat das Domkirchenkollegium beschlossen, dass ab sofort der Dom-Shop an Sonntagen und an kirchlichen Feiertagen geschlossen bleibt, im Eingangsbereich des Domes soll nun ein kleines Sortiment von Waren angeboten werden, die in direktem Zusammenhang mit der Verkündigungsarbeit stehen.

Finanziell bringt diese Entscheidung Einbußen. Der Sonntag gehört zu den umsatzstärksten Tagen und da der Berliner Dom ohne finanzielle Unterstützung der Landeskirche oder der EKD seinen Haushalt bestreiten muss, ist er auf jede Einnahme angewiesen. Das Defizit von ca. 20-30.000 €, das daraus entsteht, muss an anderer Stelle eingespart bzw. erwirtschaftet werden.
Personell hat diese Entscheidung jedoch keine Konsequenzen. Die drei Mitarbeiterinnen, die im Dom-Shop beschäftigt sind, können ihrer Tätigkeit weiterhin nachgehen, haben aber ab sofort am Sonntag frei!