400 Jahre Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin

1608_Kirchenordnung.jpg Die erste urkundliche Erwähnung der Oberpfarr- und Domkirche liegt 400 Jahre zurück.
In einer Urkunde vom 22. Mai 1608, die im Domarchiv als Abschrift aus dem 17. Jahrhundert vorliegt, wird bezeugt, dass Kurfürst Joachim Friedrich von Brandenburg der Domkirche die Bezeichnung „Oberste Pfarrkirche“ verleiht: „…so haben wir nicht unterlassen wollen, vorgemeldete Domkirche zur obersten Pfarrkirchen allhier in unser Stadt Cölln an der Spree gnädigst zu verordnen, auch mit unsern lieben getreuen Bürgermeistern und Ratmännern, auch ganzen gemeiner Bürgerschaft uns gnädigst dahin verglichen, dass sie uns zu untertänigsten Gehorsam gewilliget und eingangen, mehr gedachte Domkirche für die oberste Pfarrkirche allhier zu Cölln zu halten…“

Gleichzeitig mit der Einweihung der umgebauten Domkirche am Trinitatis-Sonntag 1608 sollte die Domkirche „in guten Stand“ erhalten werden, was sich in diesem Fall aber nicht auf die Gebäudeerhaltung, sondern auf die hochwertige Gestaltung der Gottesdienste und Predigten bezog. Zur Unterstützung dieses Anliegens hat der Landesherr sich mit den Bürgermeistern, Ratsherren, der Gemeinde und Bürgerschaft dahin geeinigt, den Dom zur obersten Pfarrkirche zu bestimmen.

Diesem Dokument liegt auch eine Kirchenordnung bei, die sehr genau festlegt, wann und in welcher Form die Gottesdienste in der Domkirche zu feiern sind. Das Dokument wurde von Kurfürst Joachim Friedrich mit „unserm Daumensekret wissentlich besiegelt und eigenen Händen unterschrieben“.

Das Domkirchenkollegium des Berliner Dom möchte alle Berlinerinnen und Berliner, alle Freunde des Berliner Domes aus Nah und Fern einladen, dieses Jubiläum mit uns zu feiern.


Samstag, 17. Mai

 

11.00 Uhr Eröffnung einer kleinen Sonderausstellung zum Jubiläum
Urkunden und Abendmahlsgerät aus dem 17. Jahrhundert

und

 Erstmaliger Verkauf der Collagen aus der Kunstaktion der Berliner Stadtreinigung zur „intelligenten Entsorgung“ der alten Kuppellaterne zugunsten des Berliner Domes

 

18.00 Uhr Ökumenische Vesper
Bischof Theodor Clemens, Vorsitzender des Ökumenischen Rates
Generalsuperintendent Ralf Meister
Domprediger Friedrich-Wilhelm Hünerbein
Domorganist Andreas Sieling
Schola der Berliner Domkantorei, Leitung: Domkantor Tobias Brommann

 

Anschließend Grußworte von: Bürgermeisterin Ingeborg Junge-Reyer und Bischof Theodor Clemens, Vorsitzender des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg

 

Danach Empfang in allen Türmen des Berliner Domes.

 

21.00 Uhr Festliches Konzert zum Jubiläum
Werke aus vier Jahrhunderten für Bläser und Orgel
Von Gabrieli, Bach, Mendelssohn-Bartholdy, Bruckner u.a.
Orgel: Domkantor Tobias Brommann
Berliner Dombläser, Leitung: Domorganist Andreas Sieling

 

Sonntag, 18. Mai

 

10.00 Uhr Festgottesdienst mit Abendmahl
Präses i.R. Manfred Kock
Dompredigerin Dr. Petra Zimmermann
Orgel: Domkantor Tobias Brommann
Staats- und Domchor Berlin, Leitung: Prof. Kai-Uwe Jirka
Trompete: Lars Ranch

 

18.00 Uhr Festgottesdienst
Prof. Dr. Drs. h. c. Eberhard Jüngel D. D., Ehrendomprediger
Orgel: Domorganist Andreas Sieling
SaxophonQuadrat