Intruduzione! Einweihungskonzert der neapolitanischen Orgel in der Tauf- und Traukirche

ital._orgel.jpgMontag, 07. April 2008 - 20:00 Uhr

 

Capella Cantorum
Irina Kisselova, Barockvioline
Klaus Eichhorn, Orgel

 

Eintritt frei - Anmeldung erforderlich unter Tel.: 030-202 69 136

 

Wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten im Museum Nikolaikirche wurde die italienische Orgel, die seit dem Jahr 2000 dort untergebracht war, im Dezember 2007 umgesetzt und ist nun als Dauerleihgabe im Berliner Dom zu sehen und zu hören.
Eine bewegte Geschichte hat dieses Instrument inzwischen hinter sich – eine Italienerin auf Reisen!
Ein Erbauer kann nicht festgestellt werden, ebenso ist eine exakte Datierung nicht möglich. Anhand von ähnlich gestalteten Vergleichsobjekten ist jedoch abzuleiten, dass die Entstehungszeit im 17. Jahrhundert liegen muss und die äußeren Merkmale der Orgel lassen vermuten, dass sie im neapolitanischen Umfeld entstanden ist.
Das Instrument wurde 1979 von Klaus Eichhorn, Professor für Orgel und Generalbass an der Hochschule für Künste Bremen in völlig zerstörtem, unbespielbaren Zustand erworben. Im Jahr 1980 restaurierten Jürgen Ahrend (Leer/Ostfriesland) und Bernhard Junghänel (Gütersloh) das Instrument, so dass sie von 1980 bis 1993 in der St. Matthäi-Kirche als Gast logieren konnte, dann für knapp zwei Jahre in die St. Nikolai-Kirche Spandau umzog, im Januar 1995 in die Dorfkirche Petzow bei Werder überführt wurde, bis sie dann am 23. Oktober 2000 in das Museum Nikolaikirche kam.

 

Disposition:

1 Manual
Umfang 45 Tasten C – c’’’ (kurze Oktave)
Principale  (8’)
Ottava  (4’)
Quintadecima (2’)
Decimanona  (1 1/3’, repet. ab fs’’ 2 2/3’)
Vigesimaseconda (1’, repet. ab cs’’ 2’)

Stimmung: mitteltönig


Nun hat sie ihren Platz auf der Orgelempore der Tauf- und Traukirche im Berliner Dom gefunden und wird am 7. April das erste Mal in einem Konzert zu hören sein.
Somit verfügt der Berliner Dom nun über drei Orgeln: die berühmte spätromantische Große Sauerorgel in der Predigtkirche, die von Fritz Heitmann konzipierte Schukeorgel sowie die mitteltönig gestimmte italienische Orgel in der Tauf- und Traukirche.