Aktuelles / Presse-Mitteilungen

Neuer Domprediger gewählt!

thomas-c-mueller.jpg In den Gottesdiensten am Sonntag den 28. März wurde es vom Domkirchenkollegium der Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin offiziell bekannt gegeben:
Pfarrer Thomas C. Müller aus Gronau (Westfalen) wird neuer Domprediger am Berliner Dom. Er wird die Nachfolge von Friedrich-Wilhelm Hünerbein antreten, der am 31. August 2010 in den Ruhestand geht. Pfarrer Hünerbein wurde 2001 zum Domprediger gewählt, versah aber bereits seit 1998 den Dienst am Dom als Vakanzverwalter
Am 1. September 2010 beginnt also „der Neue“, Pfarrer Thomas C. Müller seine Arbeit als Domprediger im Berliner Dom. Gemeinsam mit der amtierenden Dompredigerin Dr. Petra Zimmermann wird er für die Verkündigung von Gottes Wort in der Mitte der Metropole Berlin verantwortlich sein.
Auf die Ausschreibung gingen 22 Bewerbungen ein, es wurden vom Domkirchenkollegium sechs Vorstellungsgespräche geführt. Daraus gingen zuletzt zwei Kandidaten hervor, die jeweils zu der Gestaltung eines Gottesdienstes und einer Bibelarbeit eingeladen wurden.
Pfarrer Thomas C. Müller konnte sich durchsetzen.
Ihn erwarten viele spannende und ausfüllende Arbeiten am Berliner Dom. Ist dieses Gotteshaus doch einerseits eine Kirche von nationaler und hauptstädtischer Bedeutung mit einer Vielzahl von Gottesdiensten und kulturellen Veranstaltungen, das jährlich von ca. 800.000 Besuchern aufgesucht wird; andererseits aber auch eine ganz normale Gemeinde, in der Gemeindekreise betreut, Seelsorgegespräche geführt und Taufen und Trauungen vollzogen werden.

Pfarrer Thomas C. Müller wurde am 17. März 1965 im Siegerland geboren und wuchs in Kreuztal auf. Nach dem Schulbesuch studierte er von 1984 bis 1991 in Tübingen, München und Münster Theologie. In Hagen war er von 1992 bis 1994 als Vikar tätig und arbeitete dort auch als Pfarrer im Entsendungsdienst. Schwerpunkt der Arbeit als Citypfarrer in Hagen war die Stadtkirchenarbeit, bei der es darum geht, neue Formen der kirchlichen Arbeit und der Nutzung von Kirchen zu entwickeln und zu erproben. Am 15. Juni 1997 wurde Thomas C. Müller (das C steht für Cyril) als Pfarrer an der Stadtkirche in Gronau (Münsterland) eingeführt.

Auf die Frage was ihn an der neuen Aufgabe reizt antwortet Müller spontan: „Dinge, die man gern tut, in einem neuen, wunderbaren Rahmen tun zu dürfen. Es ist einfach schön, den Gottesdienst im Dom zu feiern“.
Überhaupt ist die Domgemeinde zu Berlin für ihn keine Gemeinde im herkömmlichen Sinn: Sie versteht sich vielmehr als Gemeinde, „die an einem geschichtlich bedeutsamen Ort Kirche exemplarisch lebt“, wie Müller formuliert. Sich einzubringen in die Diskussion einer Stadt - dieser Stadt -, Ort zu sein für geistige Auseinandersetzung, für den Brückenschlag zwischen Menschen, zwischen alten und neuen Formen des Gottesdienstes. Aber auch Brücken zu bauen in die Geschichte - an dieser historisch wichtigen Stätte. Für all das steht die Domgemeinde, eine „wachsende, aktive, hochmotivierte“ wie Müller schon jetzt feststellte.

Pfarrer Thomas C. Müller wird am 19. September 2010 um 10.00 Uhr im Gottesdienst in sein Amt eingeführt, Domprediger Friedrich-Wilhelm Hünerbein wird am 5. September 2010 um 10.00 Uhr im Gottesdienst verabschiedet.
Beide Gottesdienste werden von Bischof Martin Schindehütte, Vizepräsident des Kirchenamtes der EKD gehalten.

 

Konzert-Abonnement

Konzert-Abonnement 2010

 

Der Dom bietet mit seiner barocken Pracht, seinem goldverzierten Altarraum und seiner 70 Meter hohen Kuppel ein unvergleichliches Ambiente für konzertante Veranstaltungen. Die berühmte Sauerorgel, die weltweit größte noch im ursprünglichen Zustand erhaltene Orgel aus der Zeit der Spätromantik, macht mit ihren einzigartigen orchestralen Klangeigenschaften jedes Orgelkonzert zu einem außergewöhnlichen Hörerlebnis. Eine Eintrittskarte für eines unserer vielen Konzerte ist daher immer ein schönes Geschenk. In diesem Jahr können Sie Ihren Lieben (oder auch sich selbst) gleich mehrere Konzerte auf einmal bescheren. Mit unseren Konzert- Abonnements stehen dem Inhaber die besten Plätze in einer Reihe ausgesuchter Konzerte zur Verfügung. Ganz nach Wunsch können Sie sich für das große oder das kleine Konzert-Abonnement entscheiden.
Sie können das Konzert-Abonnement bestellen per e-mail, Fax oder Post:

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Fax: 030-202 69 213

 

>>Download<< des Handzettels mit Bestellformular

 

 

Das kleine Konzert-Abonnement

kostet 40,– € (statt 49,– € im Einzelverkauf)und beinhaltet folgende Konzerte: 

 

Samstag, 9. Januar 2010, 17.00 Uhr

Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium, Kantaten IV – VI 

 

Samstag, 22. Mai 2010, 20.00 Uhr

Orgel trifft Tanz! 

 

Mittwoch, 9. Juni 2010, 19.00 Uhr

Ein Abend für Otto Nikolai!

Konzerte zum 200. Geburtstag desDomchorleiters und Komponisten Otto Nicolai

 

 

Das große Konzert-Abonnement

kostet 80,– € (statt 99,– € im Einzelverkauf)und beinhaltet folgende Konzerte: S

 

Samstag, 9. Januar 2010, 17.00 Uhr

Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium, Kantaten IV – VI 

oder 

Samstag, 27. März 2010, 18.00 Uhr

Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion, BWV 244 

 

Samstag, 8. Mai 2010, 21.00 Uhr

Sanctus! Musica Mystica – Gregorianik im Dialog 

 

Ein frei wählbarer Samstag vom 3. Juli bis zum21. August 2010, 20.00 Uhr

Internationaler Orgelsommer

 

Samstag, 2. Oktober 2010, 20.00 Uhr

Ludwig Güttler 

 

Samstag, 18. Dezember 2010, 20.00 Uhr

Vocal Concert Dresden

 

 

 

5 Predigten für die Stadt - Predigtreihe der Berliner Citykirchen

Gerechtigkeit

Fünf Predigten für die Stadt

21. Juni bis 19. Juli 2009, jeweils 18 Uhr


Letztes Jahr begonnen, dieses Jahr wird sie fortgeführt: Die Reihe „Fünf Predigten für die Stadt“. In diesem Jahr heisst das Thema der Predigtreihe Gerechtigkeit. In den fünf Berliner Citykirchen werden fünf Predigten für die Stadt fünf Aspekte der biblischen Botschaft zum Thema Gerechtigkeit verkünden und entfalten.

Der Schrei nach Gerechtigkeit, die Klage und Empörung über Ungerechtigkeit sind zentrale Themen der Bibel. Aber auch in unserm alltäglichen Leben wird das Thema Gerechtigkeit immer brisanter: Feiern wir bei den Festlichkeiten zum 60jährigen Bestehen des Grundgesetzes und zum 20. Jahrestags des Mauerfalls vor allem die Freiheit, so weckt die gegenwärtige Wirtschaftskrise Zweifel an einer weltweiten Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung. Freiheit bedeutet hier vielfach unreglementiertes Wirtschaften für die, die sich das leisten können. Hier stellt sich die Frage nach der Gerechtigkeit – Gottes und der Menschen. Auch den diesjährigen Bundestagswahlkampf werden die Themen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit prägen.

In den fünf Predigten wollen die Prediger den verschiedenen Aspekten von Gerechtigkeit aus theologischer Sicht nachgehen.

 

<<Download>> des Handzettels und Plakates

 

 

Termine und Prediger:


Sonntag, 21. Juni, 18 Uhr, Französischer Dom, Gendarmenmarkt:
„Überdies besteht zwischen uns und euch eine große Kluft.“ Lukas 16,26
Die Begegnung von Armen und Reichen in biblischer Sicht. 
Predigt: Dr. Gerdi Nützel


Sonntag, 28. Juni, 18 Uhr
, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Breitscheidplatz
„Ich will die Stadt nicht verderben um der zehn Gerechten willen.“ 1. Mose 18,32
Auf wen die Stadt zählen kann.
Predigt: Prof. Martin Stöhr


Sonntag, 5. Juli, 18 Uhr, Berliner Dom, Lustgarten
„Ist Gott ungerecht?“ Römer 9,14
Unrecht und Leid als Anklage Gottes.
Predigt: Helmut Ruppel


Sonntag, 12. Juli, 18 Uhr, St. Matthäus-Kirche, Kulturforum
„Kaufleute werden weinen und trauern um die große Stadt.“ Offenbarung 18,11
Sturz der Ungerechten, Beginn einer neuen Stadt.
Predigt: Dr. Christian Staffa


Sonntag, 19. Juli, 18 Uhr, St. Marienkirche, Alexanderplatz
„Wer bist du, Mensch, dass du mit Gott rechtest?“ Römer 9,20
Gottes Gerechtigkeit – und unsere Selbstgerechtigkeit.
Predigt: Angelika Obert



Dr. Gerdi Nützel, Pfarrerin, arbeitet im Ökumenisch-Missionarischen Institut des Ökumenischen Rats Berlin-Brandenburg und war lange in einem ökumenischen Begegnungszentrum in Brasilien tätig.

Dr. Martin Stöhr, Pfarrer, war Studentenpfarrer, Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christen und Juden beim Deutschen Evangelischen Kirchentag, Direktor der Evangelischen Akademie Arnoldshain und Professor für Systematische Theologie in Siegen; ist Präsident des International Council for Christians and Jews.

Helmut Ruppel, Pfarrer, war Studienleiter des Instituts für katechetischen Dienst zur Ausbildung von Religionslehrern; arbeitet für Rundfunk und Presse.

Dr. Christan Staffa, Theologe, ist Geschäftsführer der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste.

Angelika Obert, Pfarrerin, ist die Rundfunkbeauftragte der Evangelischen Kirche Berlin Brandenburg Schlesische Oberlausitz.

 

 

Gedenken an die Opfer von Winnenden im Berliner Dom

Ein Tisch mit 16 Kerzen steht im Altarraum des Berliner Doms. Dabei der Bibelvers:

„Wir liegen vor dir mit unserem Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. (Daniel 9,18b)

Ach Herr, höre! Ach Herr, höre!“

 

Berlinern und Besuchern des Domes soll hier die Möglichkeit gegeben werden, an die Opfer von Winnenden zu gedenken.

 

Ebenso lädt der Berliner Dom heute zur Mittagsandacht um 12.00 Uhr und zur Taizéandacht um 20.00 Uhr ein, um für die Opfer und deren Hinterbliebenen zu beten.

 

 

 

Berliner-Dom-Stiftung gegründet

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Jedes Jahr im Februar lädt der Berliner Dom zu einer besonderen Feier ein, die unter dem Titel „Der Dom dankt“ steht. Mit dieser Veranstaltung wird allen gedankt, die im vergangenen Jahr mit Rat und Tat sowie finanzieller Hilfe den Berliner Dom in seinen Aufgaben als Symbolkirche der evangelischen Christen in Deutschland unterstützt haben.
Anlässlich dieser Veranstaltung wurde in diesem Jahr, am 20. Februar 2009, die Berliner-Dom-Stiftung gegründet. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit überreichte dem Stiftungsvorstand die Gründungsurkunde.
Die Gemeinde der Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin hat sich entschlossen, mit der Gründung der Berliner-Dom-Stiftung einen aktiven Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Berliner Doms zu leisten. Förderern der geistlichen, kulturellen und denkmalpflegerischen Aufgaben des Berliner Domes wird damit Gelegenheit zu sichtbarem und dauerhaften Engagement gegeben.
Zweck der Stiftung ist die Förderung des geistlichen Lebens, von Denkmalschutz und Denkmalpflege, Kunst und Kultur, Bildung und Erziehung, Wissenschaft und Forschung.
Die Tradition der Stiftungen geht bis in das Mittelalter zurück, viele berühmte Kirchen und Klöster sind sichtbare Zeichen früher Stiftungsaktivitäten.
Die Gemeinde des Berliner Doms unterstützt die Gründung der Berliner-Dom-Stiftung nachdrücklich. Nach dem Aufruf, der im Dezember an die Gemeindeglieder gesendet wurde, wurden 125 Gemeindeglieder und Freunde des Berliner Domes Zustifter.
Das Vermögen des Stiftung beläuft sich schon jetzt auf eine Summe von ca. 257 000 €.
Nun hofft die Gemeinde auf viel Unterstützung von außen.

Für Fragen stehen Ihnen die Vorstandsmitglieder der Berliner-Dom-Stiftung Dr. Irmgard Schwaetzer (Vorsitzende des Domkirchenkollegiums), Karl Robert Woelk (Domkirchenrat) und Dr. Petra Zimmermann (Dompredigerin) zu Verfügung.

Kontonummer der Berliner-Dom-Stiftung:

KD-Bank eG - die Bank für Kirche und Diakonie  •  BLZ 350 601 90  •   Kto: 156 7376 016

 

60. Jahrestag der UN-Völkermordskonvention - Gedenkstunde im Berliner Dom

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Gedenkstunde anlässlich des
60. JAHRESTAGES der UN-VÖLKERMORDKONVENTION
am Dienstag, 09. Dezember 2008, ab 11:00 Uhr im Berliner Dom
 

Den 60. Jahrestag der Verabschiedung der UN-Konvention zur Verhütung und Bestrafung des Völkermordes möchten wir zum Anlass nehmen, um in einer zentralen Veranstaltung der Genozidopfer der vergangenen sechs Jahrzehnte zu gedenken. Denn obwohl diese Konvention Völkermord hätte verhindern sollen, ist die Kette dieser furchtbaren Verbrechen bis heute nicht abgerissen.
In Afrika, Asien, Europa, Südamerika und im Nahen Osten hat es seit 1948 Genozide gegeben, ohne dass die internationale Gemeinschaft den Opfern rechtzeitig zu Hilfe gekommen ist.

In der Hauptstadt Deutschlands, das wie wohl kein anderes Land weltweit im 20. Jahrhundert vom Trauma des Völkermordes überschattet wurde, wollen wir uns gemeinsam mit der Domgemeinde und allen Interessierten an das Versprechen „Niemals wieder!“ erinnern, das die Staatengemeinschaft sich nach dem 2. Weltkrieg gegeben – und bis heute nicht eingehalten hat. Zeitzeugen aus Biafra, Tschetschenien, Bosnien, Guatemala, Ruanda und Irakisch-Kurdistan werden von ihren schweren Schicksalen berichten. 

Neben Wortbeiträgen des „Simon Wiesenthal Centrum“ Paris, des Auslandsbischofs der Evangelischen Kirche Deutschland Martin Schindehütte, des Gründers und Generalsekretärs der Gesellschaft für bedrohte Völker Tilman Zülch, des Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung Günter Nooke, der Dompredigerin Dr. Petra Zimmermann und des Sprechers der „International Association of Genocide Scholars“ Prof. Gregory H. Stanton möchten wir durch Prof.  Dr. Claudia Kraft (Geschichtswissenschaftlerin) den Initiator der UN-Völkermordkonvention Raphael Lemkin würdigen.

Berliner Jugendliche werden dazu Passagen der Völkermordkonvention verlesen.

Außerdem werden wir im Rahmen der Gedenkstunde die im Sudan behandelnde Ärztin und Buchautorin Dr. Halima Bashir und den Träger des Alternativen Friedensnobelpreises Jovan Divijak mit dem Victor-Gollancz-Preis der GfbV ehren.

Begleitet wird die Veranstaltung durch jüdische Musik von Klezmer Chidesch sowie durch kurdische Musik von Sivan Perwer und Khaled Rashid.

EINTRITT: Frei

Für Fragen wenden Sie sich gern an das GfbV-Aktionsreferat
Torsten Flader, Tel. 0551 499 06-22 oder Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können

 

 

Am 19.8.2008 erhält der Berliner Dom sein Kuppelkreuz zurück

neues_kuppelkreuz2.jpgIn einigen Tagen ist es soweit: am Dienstag, dem 19.8.2008, wird das goldene Kuppelkreuz samt Laternenbekrönung wieder auf die Kuppel des Berliner Doms gehoben. In der vergangenen Woche wurden die letzten Bauteile an der Laternenbekrönung montiert. Alle wichtigen Schweißverbindungen wurden untersucht, das Kreuz mit einem Kran angehoben, um Formstabilität und Gewicht (ca. 12 t) zu prüfen – alles ist in Ordnung. Nun fehlen nur noch wenige Verkleidungsbleche und etwas Blattgold. An der eingerüsteten Laterne über der Kuppel wurde das Plexiglasdach entfernt und die Träger für das Kreuz entrostet und instandgesetzt. Auch hier fehlen nur noch wenige Ausbesserungsarbeiten. Auf dem Bauhof wartet bereits die Konstruktion für ein neues Glasdach, welches unmittelbar vor der Montage des Kreuzes mit dem Autokran aufgesetzt werden soll.

 

Das Kuppelkreuz musste am 6. Dezember 2006 von der Kuppel gehoben werden. Unter dem vergoldeten Kupferblech war es so von Rost zerfressen, dass es nicht mehr restauriert werden konnte. Seit dem Frühjahr wird daher auf dem Bauhof an der Nordseite des Berliner Doms ein neues Kreuz errichtet. Äußerlich entspricht es dem alten, unter der Oberfläche wurden jedoch wesentliche Änderungen vorgenommen, um eine dauerhafte Konstruktion zu schaffen. So besteht die tragende Konstruktion aus besonders hochwertigem Edelstahl. Die Blechverkleidung wurde in bewährter Dachdeckertechnik aufgebracht, um das Eindringen von Wasser zu verhindern.

 

neues_kuppelkreuz.jpgMit der Montage des Kuppelkreuzes erhält Berlin eines seiner unverwechselbaren Wahrzeichen zurück.
Mit seiner neuen Vergoldung wird es weithin sichtbar die historische Mitte Berlins kennzeichnen, die in den kommenden Jahren zu neuem Leben erweckt werden soll.
Die Stadtsilhouette wird somit um eines ihrer markantesten Kennzeichen ergänzt. Für die Christinnen und Christen in unserer Hauptstadt ist das wieder aufgerichtete Kreuz auch ein Zeichen dafür, dass ihr Glaube an den gekreuzigten und wieder auferstandenen Christus in dieser Stadt sichtbare und lebendige Orte hat. Orte, die aus der Vergangenheit kommen aber weit hinaus weisen in die Zukunft. Unter dem Kreuz wird für diese Stadt gebetet und gearbeitet. Unter diesem Kreuz setzen sich Menschen dafür ein, dass Barmherzigkeit, Mitgefühl und Toleranz Wohnrecht haben in der Mitte der Stadt. Das goldene Kreuz auf der Domkuppel Berlins ist ein Versprechen für die Stadt!


Terminplan:

Montag, 18.8.2008
7:00 Uhr  Anfahrt 500 t-Autokran
bis 16:00 Uhr  Aufbau des Autokranes mit einem 50 t-Rüstkran sowie
Endmontage der Glashaube auf dem Bauhof durch die Metallbaufirma
Restarbeiten an der Laternenbekrönung mit dem Hubsteiger
ab 16:00 Uhr  Abheben der alten Plexiglashaube von der Laterne
Anheben der neuen Glashaube auf die Laternenbekrönung
anschließend Montage der Glashaube
dto. Umsetzen der neuen Laternenbekrönung zum Hubstandort
Anbringen der Montageöse am Kreuz

 

Dienstag, 19.8.2008
ab 7:00 Uhr  Andacht vor dem Kreuz (Dompredigerin Dr. Petra Zimmermann)
Vorbereitung des Autokranes
Anheben der Laternenbekrönung und Aufsetzen auf der Laterne
Schweißarbeiten zum Fixieren der Laternenbekrönung auf der Unterkonstruktion
Aushängen des Kranhakens und Abnehmen der Montageöse durch Kletterer
Endgültiges Festschweißen der Laternenbekrönung auf dem Dach.

 

Bitte beachten!
Die Montagearbeiten mit dem Autokran bedürfen besonderer Sicherheitsvorkehrungen. Geringe Windgeschwindigkeiten auf dem Gelände können in fast 100 m Höhe zu problematischen Böen führen, bei denen die Monteure gefährdet würden. Die Arbeiten müssten dann unterbrochen werden. Alle Zeitangaben sind daher unter dem Vorbehalt zu sehen, dass geeignete Witterungsverhältnisse herrschen.

 

Finanzierung
Die Instandsetzungsmaßnahmen an Kuppel und Dach werden ermöglicht durch Zuwendungen folgender Einrichtungen:
Städtebaulicher Denkmalschutz (Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Landesamt für Denkmalpflege)
Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien
Cornelsen Kulturstiftung Berlin

Der verwendete Edelstahl wurde gespendet von Thyssen Krupp Nirosta.


Zahlen und Fakten:
Höhe der Gesamtkonstruktion    14,92 m
maximaler Durchmesser    5,6 m
Blattgold Gesamtgewicht    ca. 1,5 kg
Kupferblech Gesamtgewicht   2400 kg
Gewicht der Gesamtkonstruktion   12 t
Kosten der Gesamtmaßnahme   1,42 Millionen €
Kosten Kreuz     700.000 €

 

Wiedermontage der Königskronen

Erneut wird am Berliner Dom ein Teilabschnitt der laufenden Instandsetzungsarbeiten an Kuppel und Dach abgeschlossen: am kommenden Donnerstag, 26. Juni 2008, werden die beiden im vergangenen Herbst demontierten Königskronen wieder auf ihren Sockel über dem Hauptportal gesetzt.

Bei den Königskronen handelt es sich um Hohlformen aus getriebenem Kupferblech, die von einer Innenkonstruktion getragen werden (Höhe 1,85 m, Durchmesser ca. 1,60 m, Gewicht ca. 180 kg). Im Sommer 2006 wurde eine der zwischen den Kronenbügeln angebrachten Applikationen – es handelt sich um Darstellungen der an der preußischen Königskrone eingelassenen Birnperlen – auf dem Dach vorgefunden. Kletterer untersuchten daraufhin die Kronen, stellten starke Korrosionsschäden an der Innenkonstruktion fest und bargen sicherheits¬halber sämtliche Birnperlen. Im Oktober 2007 wurden die Kronen zusammen mit den Turmkugeln demontiert. Im Winter wurden die Kronen in der Werkstatt der Fa. Helmich aus Berlin-Adlershof in ihre Einzelteile zerlegt und der eingefüllte Zement entfernt. Die verrosteten Eisenprofile wurden durch eine Konstruktion aus Edelstahl ersetzt. Anschließend wurden die Königskronen wieder zusammengesetzt. Dabei wurden auch mangelhafte Ausbesserungen aus der Wiederaufbauzeit entfernt und in traditionell handwerklicher Weise geschlossen.

Die beiden Kronen sind Bestandteil eines am Dom verwirklichten Bildprogramms, welches den Wunsch nach Einigung des in Konfessionen und Landeskirchen aufgespalteten Protestantismus unter dem Primat des preußischen Königs ausdrückt. Aus diesem Grund ließ Wilhelm II. auch – anders als etwa beim Reichstag – keine Kaiserkronen verwenden. Denn als preußischer König hatte er zugleich die Stellung eines Kirchenoberhauptes inne.

 

Befüllung der neuen Domkugel mit Zeitzeugnissen

befuellung_der_kapsel.jpgZeitzeugnisse wurden in die goldene Kugel unter dem Domkreuz eingelegt!

 

Die Kugel, die unter dem neuen Kreuz sitzen soll und derzeit vergoldet wird, wurde

am 21. Mai um 12.30 Uhr von Bischof Dr. Wolfgang Huber und dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit mit Zeitzeugnissen befüllt und danach verschlossen. Als Vertreter des Berliner Domes waren unter anderem Dombaumeister Stefan Felmy, Domprediger Friedrich-Wilhelm Hünerbein, Dompredigerin Dr. Petra Zimmermann und die Vorsitzende des Domkirchenkollegiums Dr. Irmgard Schwaetzer vor Ort. Aber auch neugierige Berliner und schaulustige Touristen weilten unter den Zuschauern, sogar eine Schulklasse unterbrach ihren Wandertag, um dieses Ereignis mitzuerleben. Wir haben uns aber besonders gefreut, dass auch Mitglieder aus unseren Nachbargemeinden kamen und damit ihre Anteilnahme und Verbundenheit zeigten.

 

In unserem Download-Archiv können Sie das Grußwort von Bischof Dr. Wolfgang Huber zu diesem Anlass herunterladen. 

 

In die Kugel wurden eingelegt:
- das Duplikat der Urkunde vom 22. Mai 1608 aus dem Domarchiv in der Kurfürst Joachim Friedrich von Brandenburg der Domkirche die Bezeichnung »Oberste Pfarrkirche « verleiht.
- Die Einladung zum Festwochenende 400 Jahre Oberpfarr- und Domkirche, sowie die Gottesdienst- und Konzertprogramme vom 17. und 18. Mai
- Das Jahresprogrammheft des Berliner Dom
- Eine Urkunde „Das Domkirchenkollegium dankt der Cornelsen-Kulturstiftung Berlin für die finanzielle Hilfe bei der Erneuerung des Kreuzes“ und eine Urkunde „Das Domkirchenkollegium dankt Bischof Dr. Wolfgang Huber und dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit für die Unterstützung der Arbeiten an Kuppel und Kreuz“
- CD-Einspielung „Musica Mystica – Gregorianik im Dialog“ Orgelwerke von Charles Tournemire im Wechsel mit Gregorianischen Gesängen (pünktlich zum Jubiläum erschienen und im Domshop erhältlich)
- Aktuelle Ausgabe der Kirchenzeitung
- Perspektivprogramm der EKBO „Salz der Erde“
- Predigt von Bischof Dr. Wolfgang Huber am Ostersonntag 2008 im Berliner Dom
- Tagesspiegel vom Sonntag
- Berlin-Programm Mai 2008
- Rede des Regierenden Bürgermeister zur Kampagne „be berlin!“
- Münzen

 

Berliner Chancen - Predigtreihe mit dem neuen Generalsuperintendenten Ralf Meister

meister.gifVom 8. Juni bis 20. Juli wird Ralf Meister, der neue Generalsuperintendent Berlins, in den fünf Citykirchen der Stadt Predigten halten.

Ralf Meister ist Vorsitzender der Arbeitsgruppe, die die EKD-Schrift „Kirche in der Stadt“ erarbeitet hat und einer der führenden Theologen deutschlandweit, was die Citykirchenarbeit angeht. Hier die Themen und Termine der Predigtreihe im Einzelnen:

 

Freiheit und Rebellion
8. Juni 2008, 10 Uhr, Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche

Die Künste und die Religion
22. Juni 2008, 18 Uhr, St. Matthäus – Kirche im Kulturforum

Die Nation und ihre Symbole
29. Juni 2008, 10 Uhr, Berliner Dom

Ursprung und Mitte
13. Juli 2008, 10.30 Uhr, St. Marienkirche, Alexanderplatz

Toleranz und Widerstand
20. Juli 2008, 10 Uhr Französischer Dom, Gendarmenmarkt

 

In unserem Download-Archiv stehen Plakat und Handzettel im PDF-Format bereit. 

 

 

Lieferung des neuen Domkreuzes

kreuz-wird-zusammenmontiert.jpgAm 13. Mai wird im Laufe des Nachmittags das neue Kreuz für den Berliner Dom geliefert!


Die Herstellung der Laternensegel und des Kuppelkreuzes wurde im März begonnen.
In der Werkstatt der Firma Breidenbach aus Peiting in Oberbayern haben die Stahlsegel und das Kreuz erste Gestalt angenommen und werden nun in einer eigens an der Nordseite des Berliner Doms errichteten Gerüsthalle weiterverarbeitet.
Das Kreuz wird hier mit Kupfer verkleidet, lackiert und vergoldet und schließlich mit der Kugel an einem großen Stahlrohr, dem Kaiserstiel, verbunden.


Die Kugel, die unter dem Kreuz sitzt und derzeit vergoldet wird, soll am
21. Mai um 12.30 Uhr von Bischof Dr. Wolfgang Huber und dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit

mit Zeitzeugnissen befüllt und danach verschlossen werden.


Die Herstellung des Kreuzes wurde ermöglicht durch Zuwendungen der Cornelsen Kulturstiftung Berlin.

 

400 Jahre Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin

1608_Kirchenordnung.jpg Die erste urkundliche Erwähnung der Oberpfarr- und Domkirche liegt 400 Jahre zurück.
In einer Urkunde vom 22. Mai 1608, die im Domarchiv als Abschrift aus dem 17. Jahrhundert vorliegt, wird bezeugt, dass Kurfürst Joachim Friedrich von Brandenburg der Domkirche die Bezeichnung „Oberste Pfarrkirche“ verleiht: „…so haben wir nicht unterlassen wollen, vorgemeldete Domkirche zur obersten Pfarrkirchen allhier in unser Stadt Cölln an der Spree gnädigst zu verordnen, auch mit unsern lieben getreuen Bürgermeistern und Ratmännern, auch ganzen gemeiner Bürgerschaft uns gnädigst dahin verglichen, dass sie uns zu untertänigsten Gehorsam gewilliget und eingangen, mehr gedachte Domkirche für die oberste Pfarrkirche allhier zu Cölln zu halten…“

Gleichzeitig mit der Einweihung der umgebauten Domkirche am Trinitatis-Sonntag 1608 sollte die Domkirche „in guten Stand“ erhalten werden, was sich in diesem Fall aber nicht auf die Gebäudeerhaltung, sondern auf die hochwertige Gestaltung der Gottesdienste und Predigten bezog. Zur Unterstützung dieses Anliegens hat der Landesherr sich mit den Bürgermeistern, Ratsherren, der Gemeinde und Bürgerschaft dahin geeinigt, den Dom zur obersten Pfarrkirche zu bestimmen.

Diesem Dokument liegt auch eine Kirchenordnung bei, die sehr genau festlegt, wann und in welcher Form die Gottesdienste in der Domkirche zu feiern sind. Das Dokument wurde von Kurfürst Joachim Friedrich mit „unserm Daumensekret wissentlich besiegelt und eigenen Händen unterschrieben“.

Das Domkirchenkollegium des Berliner Dom möchte alle Berlinerinnen und Berliner, alle Freunde des Berliner Domes aus Nah und Fern einladen, dieses Jubiläum mit uns zu feiern.


Samstag, 17. Mai

 

11.00 Uhr Eröffnung einer kleinen Sonderausstellung zum Jubiläum
Urkunden und Abendmahlsgerät aus dem 17. Jahrhundert

und

 Erstmaliger Verkauf der Collagen aus der Kunstaktion der Berliner Stadtreinigung zur „intelligenten Entsorgung“ der alten Kuppellaterne zugunsten des Berliner Domes

 

18.00 Uhr Ökumenische Vesper
Bischof Theodor Clemens, Vorsitzender des Ökumenischen Rates
Generalsuperintendent Ralf Meister
Domprediger Friedrich-Wilhelm Hünerbein
Domorganist Andreas Sieling
Schola der Berliner Domkantorei, Leitung: Domkantor Tobias Brommann

 

Anschließend Grußworte von: Bürgermeisterin Ingeborg Junge-Reyer und Bischof Theodor Clemens, Vorsitzender des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg

 

Danach Empfang in allen Türmen des Berliner Domes.

 

21.00 Uhr Festliches Konzert zum Jubiläum
Werke aus vier Jahrhunderten für Bläser und Orgel
Von Gabrieli, Bach, Mendelssohn-Bartholdy, Bruckner u.a.
Orgel: Domkantor Tobias Brommann
Berliner Dombläser, Leitung: Domorganist Andreas Sieling

 

Sonntag, 18. Mai

 

10.00 Uhr Festgottesdienst mit Abendmahl
Präses i.R. Manfred Kock
Dompredigerin Dr. Petra Zimmermann
Orgel: Domkantor Tobias Brommann
Staats- und Domchor Berlin, Leitung: Prof. Kai-Uwe Jirka
Trompete: Lars Ranch

 

18.00 Uhr Festgottesdienst
Prof. Dr. Drs. h. c. Eberhard Jüngel D. D., Ehrendomprediger
Orgel: Domorganist Andreas Sieling
SaxophonQuadrat

 
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