Aktuelles / Presse-Mitteilungen

Rabbiner Walter Homolka predigt am Israelsonntag erstmals im Berliner Dom

homolka_predigt_im_dom.jpg Judentum und Christentum sind eng miteinander verwoben - und doch trennt sie geschichtliche Erfahrung ebenso, wie Lehrunterschiede. Diesem Thema widmet sich der Israelsonntag.

Aus diesem Anlass wird Landesrabbiner a.D. Prof. Dr. Dr. h.c. Walter Homolka am Sonntag,
den 12. August 2012 um 18 Uhr zum ersten Mal im Berliner Dom predigen.

Rabbiner Homolka ist Honorarprofessor für Jüdische Studien der Universität Potsdam und Rektor des Abraham Geiger Kollegs zur Ausbildung von Rabbinern und Kantoren. Er arbeitet im Gesprächskreis Juden und Christen beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken mit. Rabbiner Homolka steht mit seiner Arbeit für eine Haltung, die das Gemeinsame sucht, ohne über das Trennende hinwegzugehen. Als jüdischer Gast studierte er von 1983 bis 1986 evangelische Theologie an der Universität München und promovierte in London über den Protestantismus aus der Sicht Rabbiner Leo Baecks.

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Alles sicher? – Fassadenkletterer Thomas Michaelis inspiziert goldenes Domkreuz.

fassadenkletterer_weelowski.jpg Es endet 114 Meter über ‚Straßenniveau‘, wiegt 12,5 Tonnen, besteht aus Stahl, Kupfer und Gold – das Kreuz des Berliner Domes. Seit 2008 ziert es die Kuppel, nachdem sein Vorgängermodell wegen Rostschäden 2006 abmontiert werden musste. Das alte Kreuz steht heute im Eingang des Domfriedhofes in der Liesenstraße, auf dem ehemaligen Mauerstreifen,  inmitten einer wilden Blumenwiese. Fassadenkletterer Thomas Michaelis und sein Kollege Mike Weßeloswkie inspizierten Mitte August turnusmäßig das neue Kreuz. Mit dabei: an die 20 Berliner Journalistinnen und Journalisten. Gut gelaunt drängelte sich die Menge bei strahlendem Sonnenschein auf dem schmalen Steg, direkt unter der Kuppellaterne. Einige Wagemutige ließen sich von Fassadenkletterer und Dachdeckermeister Michaelis sogar selbst anseilen und kletterten einige Meter außen am Domdach herunter.

 

Dombienen erfolgreich- Imker und Kinder schleudern ersten Honig

web-honigaktion_010.jpg Die beiden Bienenvölker, die seit Mitte April auf dem Dach des Berliner Doms stehen, haben in den letzten Monaten den ersten Honig produzieren.  Aus diesem Grund veranstalten wir ein Schauschleudern am Donnerstag, den 12. Juli um 10 Uhr.


Imker Uwe Marth geht mit Besuchern und Kindern aufs Domdoch, holt dort die Bienenwaben. Anschließend bereiten die Kinder die Waben vor, indem sie sie mit Gabeln vom Wachs entdeckeln, die Waben schleudern und den Honig abfüllen. Wer will, darf ein Glas Domhonig mit nach Hause nehmen.

Die rund 40.000 Tiere haben den für ihren Honig nötigen Nektar vor allem auf den Kastanien, Robinien und Ahornbäumen gesammelt, die rund um den Berliner Dom wachsen. Aber auch die zahlreichen Bäume die ‚Unter den Linden‘ und im Monbijoupark stehen, sind für die Tiere nicht zu weit weg.

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Schlaue Köpfe im Berliner Dom - 13. Schülerausstellung eröffnet

schlerausstellung_2012_web.jpg Laut klirrt es im Raum der Schülerausstellung, im Untergeschoß des Berliner Doms. Eine Gemäldetafel ist runter gefallen. Sechs Jungs und vier Mädchen der Geschichtswerkstatt der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Schule rennen schnell zur Unglücksstelle. Die Tafel ist kaputt. Jetzt müssen sie improvisieren, denn heute sollen alle 33 Informations- und Gemäldetafeln über >Preußens Dichter und Denker<  an der Wand hängen. Die Schüler haben sich vom Französisch-, Geschichts- und Kunstkurs zusammen getan und haben das vorgeschlagene Projekt ihrer Lehrerin Dr. Elke Röllig erarbeitet.  In diesem Jahr wird die Ausstellung nicht mehr vom Bezirksamt, sondern erstmals vom Förderverein der Schule gesponsert.

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Forschergeist und Musiktalent

deborah_ddtke_-_web.jpg Die Domstiftung, die seit 2009 die Arbeit des Berliner Doms unterstützt, vergibt in diesem Jahr erstmals zwei Stipendien. Ab Herbst wird der Theologe Patrick Holschuh seine Doktorarbeit mit dem Arbeitstitel "Berliner Dom und Nationalsozialismus" beginnen. Wir sind sehr froh, dass diese Zeit anhand des Archivmaterials und der Sitzungsprotokolle gründlich aufgearbeitet wird. Patrick Holschuh erhält monatlich 100,00 Euro Büchergeld.

Die zweite Stipendiatin ist die siebzehnjährige Deborah Hödtke.Seit 2008 ist sie Schülerin von Domorganist Professor Andreas Sieling. Ein Ausnahmetalent mit großem Potential. In diesem Jahr hat Deborah im renommierten Wettbewerb von ‚Jugend musiziert‘ bundesweit den 1. Platz im Fach Orgel gewonnen. Auch 2009, damals war sie 12 Jahre alt, wurde sie Erste.  Die Berliner Domstiftung möchte Deborah finanziell bei der Anschaffung von Orgelnoten sowie Orgelschuhen unterstützen.

 

70 jüdische Kantoren aus den USA, Kanada, Europa und Israel

web_gauck_und_chor.jpg 70 jüdische Kantoren aus den USA, Kanada, Europa und Israel sind am 1. Juli zu Gast im Berliner Dom, einer der wichtigsten evangelischen Kirchen Deutschlands. Gemeinsam mit 20 professionellen Sängerinnen und Sängern aus Berlin geben einige der Besucher ein Konzert unter Leitung von Domkantor Tobias Brommann und Kantor Nick Strimple.

Auf dem Programm stehen Solo- und Chorstücke, die beide Religionen miteinander verbinden, z.B. Psalmenvertonungen aus dem Alten Testament von Heinrich Schütz, aber auch moderne Kompositionen von Leonard Bernstein oder Kurt Weill.

Die Besucher gehören zur ‚Cantors Assembly‘, der weltweit größten Organisation für jüdische Kantoren. Die Gruppe ist mehrere Tage unterwegs, besucht Hannover, Berlin und München. Das Konzert im Berliner Dom ist der Höhepunkt der Reise.

Mit der Veranstaltung im Berliner Dom will die ‚Cantors Assembly‘ nach eigener Auskunft an „die tausendjährige Geschichte der Juden in Deutschland anknüpfen und zeigen, wie viele Texte und Musikstücke Christen und Juden miteinander teilen“.

 

Orgel Trifft Tanz!

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Spätestens seit dem Film ‚Rythm is it‘ mit den Berliner Philharmonikern und Sir Simon Rattle ist die Faster-Than-Light-Dance-Company (FTL) weltberühmt. Ihr nächstes Projekt führt die jungen Tänzerinnen und Tänzer in den Berliner Dom:

Orgel Trifft Tanz!
Samstag: 9. Juni 2012, 20 Uhr

Während Domorganist Andreas Sieling oben auf der Empore mit Händen und Füßen über Tasten und Pedal der alten Sauer-Orgel tanzt, bewegen unten im Kirchenraum junge Männer und Frauen ihre gesamten Körper zur Musik. Die barocken Klänge von Johann Sebastian Bach und die romantischen Orgelstücke von Alexandre Guilmant stehen dabei – gemeinsam mit dem neobarocken Dom-Innenraum – in starkem Kontrast zum zeitgenössischen Tanz der Company.

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Hertel Bild kehrt in den Dom zurück

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In der Regel malt ein Künstler nicht zuerst die Kopie eines Bildes und restauriert dann das Original. Ekkehard Koch hat aber genau das getan.

Bis zum zweiten Weltkrieg hängt das Bild ‚Nazareth‘ von Albert Hertel im Kaiserlichen Treppenhaus, an prominenter Stelle, direkt gegenüber dem Aufgang. Bei jedem Gang zu seiner Loge muss Kaiser Wilhelm II. an diesem knapp drei auf zwei Meter großem Gemälde vorbei. Von den insgesamt 13 Bildern, die den Aufgang schmücken, gehen fünf in den Kriegswirren verloren, unter anderem auch ‚Nazareth‘. Lediglich eine schwarz-weiß Fotografie aus dem Archiv der Staatlichen Schlösser und Gärten in Potsdam erinnert an das Hertel-Bild. Außerdem existiert noch eine knapp DIN A4 große Farbvorlage. 1988 rekonstruiert der brandenburgische Restaurator und Maler Ekkehard Koch nach Foto und Farbvorlagen das Gemälde ‚Nazareth‘.

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1.Glaubenskurs voller Erfolg

25 Männer und Frauen besuchen seit April den ersten Glaubenskurs von Domprediger

Thomas C. Müller. Die Gruppe ist bunt gemischt: Junge sitzen neben Alten, Ungetaufte, die mal im Konzert waren, neben Gemeindemitgliedern, die wieder Kontakt zum Berliner Dom suchen. Zuerst wird gemeinsam zu Abend gegessen und anschließend geredet. Über die Bibel, Krankheit und Sterben, Liebe, Glück, die Zehn Gebote – also im wahrsten Sinne über Gott und die Welt.

Wer heutzutage an Gott glaubt und zu seinem Glauben offen steht, kommt sich manchmal ganz schön komisch vor. Vor allem in den neuen Bundesländern und Ostberlin gehört man als Christ zu einer kleinen Minderheit. In Berlin zum Beispiel sind 2/3 aller Bewohner konfessionslos.

Drei TeilnehmerInnen des Glaubenskurses haben sich gegen diesen Trend entschieden, wollen offen über ihren Glauben reden und stehen deshalb für Interviews zur Verfügung.

 

Vatertag, Herrentag, Christi Himmelfahrt - wat denn nu?

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Fotos: Christian Körner

in unserer modernen Zeit wissen viele Menschen kaum noch etwas über die Hintergründe christlicher Feiertage. Weihnachten geht gerade noch so, Ostern wird schon schwieriger, Christi Himmelfahrt? Keine Ahnung. Ist das nicht der Vater- oder Herrentag?

Der Berliner Dom will gegen diesen Trend ein Zeichen setzen und hat sich gemeinsam mit seiner Nachbargemeinde, der Marienkirche, etwas Außergewöhnliches ausgedacht. Viele Jahrhunderte lang wurden Gottesdienste an Christi Himmelfahrt im Freien abgehalten. Der offene, im Mai meist blaue Himmel über den Menschen sollte direkt an das erinnern, was gefeiert wurde. Da ein Freiluftgottesdienst in einer Großstadt wie Berlin schwer möglich ist, wagen Berliner Dom und Marienkirche erstmals ein Experiment:

Himmelfahrt wagen - ein musikalischer Gottesdienst
mit Musikprozession in zwei Kirchen
Donnerstag 17. Mai 2012

Um zehn Uhr beginnt der Gottesdienst im Berliner Dom. Dabei singt der Staats- und Domchor die Originalfassung der Kantate zu Himmelfahrt ‚Es kommt die Zeit heran‘ von Georg Philipp Telemann. Anschließend zieht die gesamte Gemeinde, samt Predigern, Sängern und Musikern, einige davon auf Kutschen, singend und musizierend 600 Meter weiter in die Marienkirche.

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50 Jahre nach der Uraufführung: War-Requiem im Berliner Dom

50 Jahre nach seiner Uraufführung im englischen Coventry wird das War-Requiem von Benjamin Britten in einer der bedeutendsten deutschen Kirchen, dem Berliner Dom aufgeführt.

Wie damals ist das Konzert eine deutsch-englische Gemeinschaftsproduktion. Bei der Uraufführung in Coventry am 30. Mai 1962 steht Komponist Benjamin Britten selbst am Dirigentenpult. Der noch sehr junge Dietrich Fischer-Dieskau singt die Tenorpartie. Mit dem ‚War-Requiem‘ feiern sie den Wiederaufbau der Kathedrale in Coventry, die deutsche Bomber 1940 zerstört hatten.

Dieser Angriff am 14. November 1940 ist historisch vor allem aus einem Grund bedeutsam: zum ersten Mal in einem Krieg attackieren deutsche Bomber gezielt die Zivilbevölkerung. Nach dem zehnstündigen Angriff sind 60.000 Gebäude der Stadt Coventry zerstört, 550 Menschen tot, liegt die Kathedrale in Schutt und Asche.

Beim Konzert im Berliner Dom am 12. Mai 2012 treten der Knabenchor Berlin, der junge Chor ‚studiosi cantandi‘ gemeinsam mit den Saint Michael’s Singers aus Coventry auf. In allen drei Chören singen vor allem engagierte Laien.

 

Domkantor dirigiert 17.000 Berliner Mädchen und Jungs

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‚Klasse wir singen, singen steckt an, singen macht Spaß, weil jeder es kann‘ – diese Liedzeile scheint Domkantor Tobias Brommann wörtlich zu nehmen. Vier  Konzerte dirigierte er Anfang Mai beim Chorfestival ‚Klasse! Wir singen‘, das erstmals in Berlin stattfindet. Bei allen Vorstellungen jubilieren, singen, tanzen, klatschen und rocken nicht nur die Berliner Mädchen und Jungs aus vollem Halse, sondern dank Tobias Brommann irgendwann sogar das Publikum.

Eltern, Verwandte, Freunde und Geschwister sind ins Berliner Tempodrom gekommen, um die insgesamt 17.000 Grundschüler der Klassen eins bis sechs zu hören. Wochenlang haben die Mädchen und Jungs aus allen Stadtteilen mit ihren Lehrern geübt. Das bunte Liederprogramm umfasst moderne Stücke wie ‚Meine Biber haben Fieber‘ und ‚Hey, Pippi Langstrumpf‘ oder auch altes Liedgut wie ‚Der Mond ist aufgegangen‘ und ‚Kein schöner Land in dieser Zeit‘.
 
Noch bevor das eigentliche Konzert losgeht, begeistert Domkantor Brommann die Menschen in der sich langsam füllenden Halle, reißt Witzchen, übt mit den Kindern Leisesein und Verbeugen. Dann sind zum ersten Mal die Zuschauer dran. Noch etwas zaghaft intonieren die vielen Erwachsenen im Saal den Refrain des ersten Stücks: ‚Klasse wir singen‘. Vor allem die männlichen Zuschauer geben eher ein leises Gebrumm von sich und ernten dafür belustigt, skeptische Blicke von Domkantor Brommann. Keinem im Saal entgeht, dass der Chef unzufrieden ist, auf der Videoleinwand sind Brommanns hoch gezogene Augenbrauen überdeutlich zu  sehen.
 
Dann legen die Kinder los, zeigen, was sie geübt haben, singen so laut, dass sich spätestens beim dritten Refrain auch die ersten Erwachsenen richtig trauen. Bei ‚Bruder Jakob‘ schaffen Zuhörer und Kinder sogar schon einen Canongesang, der beim Stück ‚Nach dieser Erde‘ richtig emotional und ergreifend wird. Als die 12-köpfige Band dann beim Song ‚Meine Biber haben Fieber‘ los rockt, ist die Stimmung im Saal regelrecht am Kochen.
 
Das Festival ‚Klasse‘ Wir singen‘ liegt voll im Trend: schon seit einiger Zeit verzeichnen Berliner Musikschulen steigende Nachfrage im Fach Gesang. Auch beim renommierten Wettbewerb ‚Jugend musiziert‘ treten in der Sparte ‚Rock/Pop‘ neuerdings zahlreiche junge Bands und Gesangsduos gegeneinander an. Ein Grund für den Boom sind die zahlreichen Castingshows ‘, aber sicherlich auch Chorleiter mit Entertainerqualitäten wie Domkantor Tobias Brommann‘.
 
Weitere Infos unter: www.klasse-wir-singen.de

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