Aktuelles / Presse-Mitteilungen

Start in die Konzert - Hochsaison

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Wie jedes Jahr starten wir im November in unsere Konzert-Hochsaison, die bis Anfang Januar dauert. Ein wunderschönes Musikerlebnis folgt dem nächsten.


Am Dienstag, dem 3. November sind Giora Feidmann und Matthias Eisenberg um 20 Uhr zu Gast im Berliner Dom mit ihrem Programm: From Classic to Klezmer. Der zweifache Klassik-Echo-Preisträger Giora Feidman, der auch der ‚König des Klezmer‘ genannt wird, hat mit Eisenberg einen ebenbürtigen Partner und Gegenpol gefunden. Der gebürtige Dresdner hat sich als Gewandhausorganist einen Namen gemacht, ebenso wie als international anerkannter Konzertinterpret und Kirchenmusiker. Hinter dem Titel ‚From Classic to Klezmer‘ verbirgt sich eine Zusammenstellung, die viele musikalische Grenzen sprengen wird.


Kein November ohne Requien.  Am Samstag, 7. November, steht das Requiem von Berlioz auf dem Programm, am 15. November das Verdi Requiem, am 17. singt der Kammerchor der Domkantorei Mozarts Werk und am 21. November der Oratorienchor das Deutsche Requiem von Johannes Brahms. Beginn ist jeweils um 20 Uhr.


Bei studiosi cantandi Berlin singen Studenten, Sachbearbeiter, KrankengymnastInnen, AnwältInnen, ÄrztInnen, Lebenskünstler und andere Musikbegeisterte jeden Alters. Mit etwa 140 aktiven Mitgliedern und zwei bis drei Konzerten pro Jahr zählt das Ensemble neben der Berliner Domkantorei zu den größten symphonischen Laienchören Berlins. Das Repertoire umfasst klassische und moderne Chormusik, Sakralmusik wie auch Überraschungen aus angrenzenden Genres. Am 14. November singt der Chor das Oratorium ‚Elias‘ von Mendelssohn Bartholdy , begleitet von der Jungen Philharmonie Kreuzberg, einem offenen Ensemble, das sich projektbezogen zusammenfindet.

 

Foto: Felix Bröde

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Christ in Uniform – 2. Abend der neuen Veranstaltungsreihe

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In der neuen Reihe „Zeitgeschichte persönlich erlebt – Mitglieder der Berliner Domgemeinde im Gespräch“ ist Jörg Schönbohm am Mittwoch, den 25. November um 19.30 Uhr zu Gast im Dom.


Jörg Schönbohm (Jg. 1937), ist ein streitbarer Konservativer mit freiheitlich demokratischen Überzeugungen. Zuletzt Innenminister des Landes Brandenburg erinnert er sich: Sein Großvater verkaufte einst das erste Bild von George Grosz, Not und Überlebenskampf nach dem zweiten Weltkrieg prägen ihn. 1990 übernimmt der General der Bundeswehr im Zuge der Wiedervereinigung die NVA. Er wird Staatssekretär in Bonn und Innensenator in Berlin. Mehr als ein halbes Jahrhundert nach beider Flucht kehren seine Frau und er in ihre Heimat zurück, werden 1996 Mitglieder der Domgemeinde und Jörg Schönbohm erlebt mit Manfred Stolpe, Matthias Platzeck und Angela Merkel turbulente Jahre in der Landes- und Bundespolitik. 


Vortrag, 25.11., 19.30 Uhr, Sophie-Charlotte-Saal, Eingang Portal 2

 

Sterben ist ein Teil des Lebens - Novemberpredigtreihe

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Der November ist der Monat, der uns am stärksten mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert. Volkstrauertag, Ewigkeitssonntag – diese Tage rufen den Tod in Erinnerung und lassen uns so immer wieder neu über das Leben nachdenken. 


Die Novemberpredigtreihe greift dieses Thema an unter einem bestimmten Aspekt auf. Unter dem Titel „Bilder vom Leben und Sterben“ werden biblische Texte gepredigt, die sich bewusst mit dem Sterben als einem Teil des Lebens beschäftigen und so auch einen neuen Blick auf den Sinn des Lebens werfen lassen. Wir freuen uns, dass wir für diese Predigtreihe hervorragende Predigerinnen und Prediger gewinnen konnten, die Wesentliches zu sagen wissen.


1. November (Allerheiligen), Für den Glauben sterben (Apg. 7,51-8,1), Christian Lehnert,  wiss. GF des Liturgiewissenschaftlichen Institutes der VELKD an der Universität Leipzig


8. November,  Versöhnt sterben (1. Mose 50, 15-26), Claas Cordemann, Referent des Landesbischofs Ralf Meister in Hannover


15. November (Volkstrauertag), Unvollendet leben (5. Mose 34, 1-8), Prof. Dr. Fulbert Steffensky, Hamburg


22. November (Ewigkeitssonntag), Verwandelt leben (1.Kor. 15, 35-49), Landessuperintendentin i.R. Oda- Gebbine Holze-Stäblein

 

Die verkannte Königin - 300. Geburtstag von Elisabeth Christine von Preußen

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Sie war Preußens erste Landesmutter und 46 Jahre lang Königin: Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1715-1797). Für ihr Pflichtbewusstsein wurde sie bewundert, für ihre aufgeklärte Menschenfreundlichkeit verehrt. Aber im Gedächtnis der Geschichte blieb sie lange nur als die ungeliebte Ehefrau Friedrichs des Großen.


Dieses Bild wollen wir korrigieren. Aus Anlass ihres 300. Geburtstages am 8. November zeigen wir einen Animationsfilm zum Leben der Königin in der Hohenzollerngruft, in der Elisabeth Christine bestattet wurde. Die Berliner Domstiftung hat den Film gefördert, ebenso wie zwei weitere Filme zur Kindersterblichkeit von Prinzen und Prinzessinnen und zur Geschichte der Hohenzollerngruft.


Nach dem Gottesdienst, am Sonntag, den 8. November 2015, um 11.30 Uhr, ehrt der Förderverein Schloss Schönhausen e.V. die Königin an ihrem 300. Geburtstag mit einer öffentlichen Kranzniederlegung in der Gruft.

 

Aktuelle Pressefotos finden Sie hier

 

Foto: Wolfgang Pfauder, SPSG

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Das Buch zur Domausstellung

cover_buch_ausstellung.jpgIn diesen Tagen erscheint das Buch zur Ausstellung 'Du sollst Dir (k)ein Bild machen', die zwischen Aschermittwoch und Pfingsten in der Tauf- und Traukirche des Berliner Domes zu sehen war.

 

Ausstellungskurator Alexander Ochs und Dompredigerin Dr. Petra Zimmermann haben nun gemeinsam das Buch zur Ausstellung herausgegeben. Das Werk, das Frederik Foertl gestaltet hat und das bei Kerber Art erscheint, ist - wie auch die Ausstellung selbst  -  ein Novum. Das reich bebilderte Kunstbuch enthält Predigten, Andachten und Bildmeditationen, lebendige, theologische Aussagen zu alter und zeitgenössischer Kunst. Daneben finden sich ‚säkulare‘ Texte von Wissenschaftler  und Künstlern.

 

Das Buch ‚Du sollst Dir (k) ein Bild machen‘ (ISBN 978-3-7356-0171-1) im Format 18,5 x 25 cm, hat 169 Seiten und ist ab sofort zu einem Preis von 32,- EUR im Dom-Shop wie im gesamten Buchhandel erhältlich.

Das Buch wird nach den 10 Uhr Gottesdiensten an allen Sonntagen im November auf Büchertischen zu einem Sonderpreis von 25,- EUR angeboten.  

 

Ungewöhnliche Konzerte im Oktober

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In Zusammenarbeit mit der Carl-Nielsen-Stiftung und der dänischen Botschaft finden Anfang Oktober gleich zwei Musikhighlights im Berliner Dom statt.

Freiheit ist das größte Gold – lautet der Titel des Konzertes zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2015 um 20 Uhr. An diesem Abend musiziert das Prinsens Musikkorps aus Dänemark erstmals im Berliner Dom. Die Karten kosten 16,-/ erm. 10,-€.

Einen Tag später heißt es um 20 Uhr: ‚Bach meets Nielsen‘. Bine Bryndorf ist Professorin für Orgel an der Royal Danish Academy of Music und vielfach gefragt als Orgelsolistin, Masterclass-Lehrerin und Wettbewerbs-Jurorin. Ihr großes Interesse gilt der Aufführungspraxis an historischen Orgeln, von denen es in ihrer Heimat Kopenhagen und Umgebung viele gibt. Die große Sauerorgel im Berliner Dom spielt Bryndorf zum ersten Mal.  Auf dem Programm stehen Werke von Johann Sebastian Bach und dem dänischen Komponisten Carl August Nielsen. Mit dem Konzert erinnert Bryndorf an den Geburtstag ihres berühmten Landsmannes Nielsen vor 150 Jahren. Die Karten kosten 10,-/ erm. 6,- €.

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600 Jahre Hohenzollern in Preußen
Im diesjährigen Kammerkonzert des Staats- und Domchores, am Freitag, den 16. Oktober 2015, um 19 Uhr steht das Lied „Welt ade, ich bin dein müde“ im Zentrum. Thomaskantor Johann Kuhnau wie auch sein Nachfolger Johann Sebastian Bach haben es zur Grundlage für beeindruckende Kantaten genommen. Es erklingen verschiedene Fest-, Hochzeits- und Trauermusiken für die Hohenzollern in der Tauf-und Traukirche des Domes. Die Leitung hat Kai-Uwe Jirka, Karten 14,-/ erm. 8,- €

 

Lumissimo hoch vier – Festival of Lights im Dom

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Nach dem großen Erfolg der letzten beiden Jahren, findet das Konzerthighlight ‚Lumissimo‘ im Rahmen des Festival of Lights im Berliner Dom gleich an vier Abenden statt.

Das außergewöhnliche Cross-Over Konzert mischt Stimmen bekannter Sänger, moderne Instrumente wie die Laserharfe, eine spektakuläre Licht- und Videoshow mit den Klängen der berühmten großen Sauer-Orgel.
 
Vivaldi meets Magic Voices

u.a. mit der preisgekrönten A Cappella Band ON AIR, Keith Tynes, Ingrid Arthur und einer neuartigen Interpretation von Vivaldis Vierjahreszeiten der großen Sauerorgel in Symbiose mit Laserharfe und Video Inszenierungen

 

Freitag, den 09.10.2015, 21:00 Uhr
Samstag, den 10.10.2015, 21:00 Uhr


Vivaldi meets Gospel & Soul
Mit dabei sind Keith Tynes,  Ingrid Arthur, Queen Yana, Troy Afflick, Daniel de la Fuente, Jenna Akua, Monika Lewis Schmidt & special guest. Auf dem Programm steht auch an diesen beiden Abenden die neuartige Interpretation von Vivaldis Vierjahreszeiten für Orgel in Symbiose mit Laserharfe und Video Inszenierungen.

 

Freitag, den 16.10., 21:30 Uhr
Samstag, den 17.10.2015, 21:00 Uhr


Weitere Informationen finden sie hier: www.festival-of-lights.de


Foto: Maren Glockner

 

Reicher Schatz für die eigene Spiritualität

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Im zweiten Halbjahr widmen sich die Gespräche bei Brot und Wein dem Thema Spiritualität.

Unter dem Begriff Spiritualität verbirgt sich heute vieles – auch manches, was Christen suspekt vorkommt. Dennoch spricht er eine Sehnsucht an, die in der heutigen Zeit mit ihrem Tempo und ihren Belastungen immer größer wird. Viele Menschen ahnen nicht, dass auch in der christlichen Tradition ein reicher Schatz für die persönliche Spiritualität zu heben ist. Die Gespräche bei Brot und Wein, wollen dem in drei Veranstaltungen konkret nachgehen.

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Jungs singen!

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Am Sonnabend, den 26. September 2015 ist der Berliner Dom Gastgeber der Ersten Internationalen Knabenchorbegegnung Berlin.


Ab 18 Uhr erklingen beim Konzert mit dem Titel ‚Musica Sacra‘ Werke der orthodoxen, katholischen und protestantischen Sakralmusik von F. Mendelssohn Bartholdy, D. Bortnjanski, P.I. Tschaikowski, W. Lutosławski.


Hochkarätige Knabenchöre aus Moskau, Posen, Edinburgh und Berlin präsentieren anlässliche des Domchorjubiläums Klassiker ihres geistlichen  Repertoires. Die Komponistin Katia Tchemberdji hat eigens für diese Begegnung eine Uraufführung für den Berlin Dom komponiert, die den Abend beschließen wird. Ihr Psalm 121 wird von vier Chören in vier Sprachen aufgeführt. Das Werk wird dabei die baulichen und akustischen Besonderheiten des Berliner Domes aufnehmen.

Mitwirkende:
Knabenchor der Posener Philharmonie "Posener Nachtigallen"
Knabenchor der Popov Chorkunstakademie Moskau
Stewart’s Melville College Upper School Choir Edinburgh
Staats- und Domchor Berlin, Knabenchor an der Universität der Künste Berlin

 

Foto: Maren Glockner

 

Coming out im Vakuum - Zeitgeschichte persönlich erlebt

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Ab Oktober startet der Berliner Dom eine neue Veranstaltungsreihe „Zeitgeschichte persönlich erlebt“ - bei der Menschen aus unserer Domgemeinde von ihren Erfahrungen berichten.

 

Das Thema des ersten Abends am Mittwoch, den 21. Oktober 2015  mit Gemeindemitglied Christian Pulz lautet: Coming out im Vakuum  - Selbstbestimmtes Leben Homosexueller in der DDR im Widerstreit mit der Diktatur.

 

Christian Pulz (Jg.1944) gründete 1983 unter dem Dach der Evangelischen Kirche in der DDR die Gruppe „Schwule in der Kirche – Arbeitskreis Homosexuelle Selbsthilfe Berlin“. Dieser emanzipatorische Arbeitskreis wurde als „staatsfeindlich“ eingestuft und, mit dem Ziel ihn zu „zersetzen“, intensiv überwacht und bespitzelt. Die umfangreiche Stasi-Akte „OV Orion“ zu Christian Pulz und dem Arbeitskreis liegt mittlerweile größtenteils wieder rekonstruiert vor.

 

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Ben Becker – Ich, Judas - „einer unter euch wird mich verraten!“

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Schauspieler Ben Becker, Dramaturg John von Düffel und Domorganist Andreas Sieling bringen erstmals im Berliner Dom gemeinsam ein Stück auf die Bühne:  Ich, Judas -  "einer unter euch wird mich verraten".

Sein Name steht für Verrat. Seine Geschichte ist eine der Schuld ohne Vergebung. Er ist der einzige Feind, für den es keine Liebe gibt, der Meistgehasste, Meistverfolgte und Verteufelte: Judas, der Jünger Jesu, der Gottes Sohn mit seinem Kuss verrät und ans Kreuz liefert. Ben Becker übernimmt seine Rolle. Er begibt sich in den Bannstrahl eines zweitausend Jahre alten Fluchs und verteidigt Judas mit einem Text von Walter Jens, nach dem nichts mehr ist, wie es schien.

Der Fall Judas muss neu aufgerollt werden. Eine Geschichte wurde überliefert, ein Urteil gefällt, ein Sündenbock gebrandmarkt für die Ewigkeit. Doch die Geschichte stimmt so nicht, das Urteil ist falsch. „Was war denn zu verraten“, fragt Judas in seiner Verteidigungsrede, „ Jesus‘ Aufenthaltsort? Den kannten Tausende. Sein großes Geheimnis, dass er Gottes Sohn sei? Das hat er selbst gesagt, vor allen Leuten!“ Und das ist nur der Anfang von vielen Unstimmigkeiten einer Geschichte, die mehr geglaubt als befragt wurde.

Das Bild von Judas, dem Verräter, ist ein Vorurteil mit den fatalsten Folgen: Antisemitismus, Judenverfolgung, Glaubenskriege. Ben Becker erhebt seine Stimme für einen, der auserwählt war, den Anti-Christen zu spielen, um Jesus zum Messias zu machen. „Judas ist nichts ohne Jesus … Aber Jesus ist auch nichts ohne Judas“, so die radikale Erkenntnis von Walter Jens, der in seinem Judas-Monolog die moralischen Gewissheiten jahrtausenderlanger Frömmigkeit erschüttert. Eine gigantische Aufgabe für einen Schauspieler: Hier steht einer auf gegen alle in einem verzweifelten Kampf um späte Gerechtigkeit. „Ich, Judas“ ist das existentielle Plädoyer für einen Verdammten, die Korrektur des größten Fehlurteils der Glaubensgeschichte und der Widerruf eines Irrtums, der die Welt gespalten hat.

Ben Becker sucht mit seiner Interpretation des Judas nicht nur den Widerstand der Feindbilder, Vorverurteilungen und falschen Gewissheiten. Er spielt Judas genau dort, wo die Fragen des Glaubens und Zweifels, der Erlösung und Verdammnis ihren Ort haben, in Gottes Haus, dem Berliner Dom, der größten Kirche inmitten der Hauptstadt. Dabei ist nicht nur der Schauplatz spektakulär, sondern auch die Musik und sakrale Wucht der historischen Sauer-Orgel, gespielt von Domorganist Andreas Sieling, der Ben Beckers Judas-Verteidigung vollends zum Ereignis werden lässt.

Regie/Inszenierung: Ben Becker
Dramaturgie: John von Düffel
Solist an der großen Sauerorgel: Domorganist Andreas Sieling
Eine Koproduktion von Ben Becker & Meistersinger mit dem Berliner Dom

Termine:

18./19./22. November 2015 jeweils 20 Uhr

Karten zwischen 12,- und 49,-€  können ohne zusätzliche VVK-Gebühr telefonisch über das Kartentelefon des Berliner Domes (030 20269-136) bestellt werden, sowie mit VVK-Gebühr an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Vorab erscheint am 11.08.2015  das Hörbuch „Die Verteidigungsrede des Judas Ischariot“, gelesen von Ben Becker im Herder Verlag. (ISBN-10: 3451350963, ISBN-13: 978-3451350962).

 

Foto: Fritz Brinckmann

 

Ehrung für Domorganist Bernhard Irrgang

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Im August wird auf dem Domfriedhof Liesenstraße 6 ein ehemaliger Domorganist auf besondere Weise geehrt: Bernhard Irrgang.

Der 1869 geborene Kirchenmusiker hatte zunächst am Institut für Kirchenmusik in Berlin bei Carl August Haupt und Martin Blumner studiert. Nach Tätigkeiten an der Heilig-Kreuz-Kirche Berlin sowie der Berliner Marienkirche berief ihn 1910 das Domkirchenkollegium zum Domorganisten; eine Stelle, auf die sich Irrgang bereits 1899 –  damals noch erfolglos – beworben hatte. Immerhin war er bereits ab 1897 Organist des Berliner Philharmonischen Orchesters. Dennoch ist er einer der wenigen Musikerpersönlichkeiten über die in einschlägigen Lexika nichts zu erfahren ist. Sein kompositorisches Oeuvre ist außerordentlich schmal und besteht lediglich aus einigen Liedern. Diese hat Domorganist Andreas Sieling in der Berliner Staatsbibliothek entdeckt und wird sie gemeinsam mit der Sopranistin Christina Elbe anlässlich dieser Veranstaltung erstmals aufführen.

Bernhard Irrgang, mittlerweile  mit dem Titel „Königlicher Musikdirektor“ ausgezeichnet und als Professor für Orgelspiel an der Akademischen Hochschule für Musik in Charlottenburg tätig, übte sein Amt am Berliner Dom bis zu seinem Tod am 8. April 1916 aus. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof der Domgemeinde in der Liesenstraße.

Am 22. August, um 17.00 Uhr soll die restaurierte Grabanlage in einer Feierstunde der Öffentlichkeit übergeben werden.

 
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