Aktuelles / Presse-Mitteilungen

100 Ballonpaten gesucht

ballonpaten_foto_daniel_bueche.jpgEs ist ein besonderer Tag: die meisten Deutschen wissen noch, wo sie am 9. November 1989 waren. 25 Jahre ist das her und Berlin feiert mit vielen Aktionen. Der Höhepunkt der Feierlichkeiten wird das Projekt Lichtgrenze sein, an der sich auch der Berliner Dom beteiligt.

Die Lichtgrenze ist eine Lichtinstallation, die den ehemaligen Mauerverlauf nachvollzieht und aus tausenden beleuchteten Ballons besteht. Sie wird am Abend des 9. Novembers 2014 nach einem Countdown durch die Staatskapelle Berlin - dirigiert von Daniel Barenboim -„aufgelöst“. Jeder Ballonpate hält dabei seinen Ballon in der Hand und lässt ihn in den Berliner Nachthimmel steigen (www.berlin.de/mauerfall2014) .

Die Berliner Domgemeinde will sich aktiv an dieser Aktion beteiligen. Mit 100 Ballonpaten wollen wir mit dabei sein. Damit wollen wir zum Ausdruck bringen, wie sehr das Wiederaufleben der Berliner Domgemeinde von der Wende vor 25 Jahren geprägt war.

Ballonpaten können alle werden, die am 9. November von ca. 16 Uhr bis ca. 19.30 Uhr Zeit haben, um „ihren“ Ballon steigen zu lassen. Um 16 Uhr sammeln sich die Ballonpaten in Gruppen (Gemeinden und Einrichtungen) an zentralen Punkten entlang des Mauerverlaufs. Dort werden alle registriert und bekommen eine Einweisung. An welchem Punkt sich die Domgemeinde genau trifft, geben wir Ihnen später per Mail bekannt. Um 19.30 Uhr lassen wir die Ballons gemeinsam steigen. Die Aktion ist mit keinerlei Kosten verbunden.

Es ist ein sicher einmaliges Erlebnis an diesem Tag bei dieser spektakulären Aktion mit dabei zu sein! Deshalb: Melden Sie sich als Ballonpate an! Schreiben Sie eine Mail mit ihrem Namen und ihren Kontaktdaten an die extra für diese Aktion eingerichtete Mailadresse Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können , oder melden Sie sich schriftlich an: Berliner Dom, Stichwort Ballonpate, Am Lustgarten, 10179 Berlin.

 

Foto: Daniel Büche

 

Großbrand in Brodowin – Hilfe für Brodowin

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Viele Jahre hat uns Familie von Maltzan vom Ökodorf Brodowin mit einem herrlichen Erntedankschmuck erfreut. Nun möchten wir etwas zurückgeben und veröffentlichen deshalb den hier unten stehenden Hilfeaufruf aus Brodowin:

„Am Nachmittag des 29. Juni 2014 brach mitten auf unserem Hof aus noch ungeklärten Gründen ein Feuer aus, das sich innerhalb kürzester Zeit zu einem Großbrand entwickelte. Zwei Lagerhallen, in denen die gesamten Bestände an Stroh und Getreide für unsere Tiere lagerten, fielen den Flammen zum Opfer. Auch Maschinen und die Mahl- und Mischanlage für Futter wurden zerstört. Der materielle Schaden beläuft sich auf über eine Million Euro. Dank des umsichtigen Einsatzes der Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers auf den Kuhstall, die Meierei, den Hofladen und weitere Gebäude verhindert werden. Wir sind dankbar, dass keine Personen verletzt wurden.

Nun stehen wir vor der großen Aufgabe, Notlösungen für die Versorgung unserer Tiere zu finden. Die Beschaffung von frischem Stroh für die tägliche Einstreu in den Ställen und Futtermittel, die den Ansprüchen unserer bio-dynamischen Landwirtschaft entsprechen, stehen an erster Stelle. Wenn Sie helfen möchten, können Sie Folgendes tun: Sie können uns einen Betrag Ihrer Wahl zur Verfügung stellen. Wir geben Ihnen den vollen Betrag in Form von Warengutscheinen zurück, gleichmäßig verteilt auf einen Zeitraum von fünf Jahren.

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Der Meister und sein Meisterwerk

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Vor fast genau 100 Jahren, am 13. August 1914, starb der Architekt des Berliner Domes, Julius Carl Raschdorff.
Am 2. Juli 1823 erblickt Julius Carl Raschdorff in einer katholischen Familie im oberschlesischen Pleß (heute Pszczyna) das Licht der Welt. Nach dem Abitur entscheidet er sich für eine Ausbildung zum Feldmesser in Oppeln, beginnt 1844 ein Studium an der Bauakademie Berlin, das er 1853 mit dem Titel „Baumeister“ abschließt. Ein Jahr später erhält er den Ruf als Stadtbaumeister nach Köln. In den folgenden zwei Jahrzehnten widmet er sich der Pflege der Kölner Kirchen, die er im Stile der Zeit romanisiert.


Raschdorff verantwortet in der Stadt Umbau und Erweiterung des mittelalterlichen Saales „Gürzenich“ sowie des Rathauses. Dabei greift er zum Teil massiv in die historische Bausubstanz ein. In den Folgejahren wendet er sich mehr und mehr der Neorenaissance zu. In einer kurzen Phase als freier Architekt entwirft  er das „Ständehaus“, das ehemalige Landtagsgebäude in Düsseldorf. Neben seinem Hauptwerk, dem  Berliner Dom, schafft Raschdorff weitere Sakralbauten: z.B. die Kirche im Berliner Monbijoupark und das Mausoleum für Kaiser Friedrich III. in der Friedenskirche Potsdam.
1878 geht Raschdorff nach Berlin, übernimmt an der Technischen Hochschule Charlottenburg eine Professur für Baukunst. Er ist bei seinen Studenten äußerst beliebt. 30 Jahre lang unterrichtet er wöchentlich 12 Stunden „Baukunst der Renaissance. Entwurf von Hochbauten“, auch dann noch, als er schon mit dem Neubau des Domes beschäftigt ist.

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Gottesdienst zum Israelsonntag 2014


jonah_sievers.jpgSeit drei Jahren ist es eine gute Tradition geworden: am Israelsonntag, traditionell am 10. Sonntag nach Trinitatis begangen, predigt im Berliner Dom ein jüdischer Rabbiner.


2012 machte  Prof.  Walter Homolka den Anfang mit einer Predigt, die durch ihre Offenheit und  Gesprächsbereitschaft des liberalen Judentums mit dem christlichen Glauben beeindruckte. Im letzten Jahr fand ein Rundfunkgottesdienst mit einer Gallionsfigur des jüdisch-christlichen Gesprächs, Landesrabbiner i.R. Henry Brandt, statt. Auch er fand bewegende Worte, für die Möglichkeit der Übernahme einer gemeinsamen Verantwortung für die Welt, die in dem Glauben an den einen Gott wurzelt.
In diesem Jahr wird der Landesrabbiner von Niedersachsen, Jonah Sievers, am Israelsonntag (24. August, 10 Uhr) im Berliner Dom predigen. Jonah Sievers, geboren 1971 in Hannover, war nach der Ausbildung an der Hochschule für jüdische Studien in Heidelberg und am Leo-Baeck-College in London Gemeinderabbiner in Braunschweig. Seit 2008 ist er Landesrabbiner für Niedersachsen. Außerdem engagiert er sich als Geschäftsführer der Allgemeinen Rabbinerkonferenz Deutschland, dem Zusammenschluss aller nicht-orthodoxer Rabbiner.


Wie im letzten Jahr wird auch in diesem Jahr die jüdische Kantorin Avitall Gerstetter den Gottesdienst musikalisch mitgestalten. 


Gottesdienst am 24. August, 10 Uhr

 

Sommerpause - nicht bei uns

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Juli und August schließen viele Berliner Ensembles ihre Tore. Nicht so der Berliner Dom. Mit unseren beiden Festivalreihen Orgelsommer und Sommerklänge! bieten wir in den veranstaltungsarmen Monaten einen echten Hörgenuss.

Beim 9. Orgelsommer präsentieren die  berühmtesten Organisten Europas wieder musikalische Highlights auf der großen Sauerorgel. Die Stars der Orgelszene aus Ungarn, Finnland, der Schweiz, London und Paris gastieren jeweils freitags um 20 Uhr im Berliner Dom.

Samstag oder Sonntag treten beim Festival Sommerklänge! zwischen dem 12. Juli und dem 23. August bekannte Musiker und Ensembles, wie zum Bespiel der Dresdner Kreuzchor, Justus Frantz, die Vokalisten von „New York Polyphony“ sowie der Trompeter und Flügelhornist Daniel Schmahl auf.

Der Eintritt für die Orgelkonzerte kostet 10,- Euro, ermäßigt 6,- Euro.
Tickets für die Reihe Sommerklänge gibt es zwischen 18,- und 43,- Euro.
Für beide Festivals erhalten Sie die Karten an unserer Konzertkasse. Telefon: 20269-136.

 

Detaillierte Konzertinformationen:

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Einladung zur Pressekonferenz - Multimediaausstellung

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Die Animationskünstler „buchstabenschubser“ aus Potsdam haben für den Berliner Dom Film zum Thema der Lutherdekade „Reformation und Politik“ kreiert. Diese Filme zeigen wir am dem 3. Juli in unserer Multimediaausstellung „Ein Haus – viele Herren. Der Berliner Dom in Zeiten politischen Wandels“.

Filme und Ausstellung möchten wir den Medien auf einer Pressekonferenz am 3. Juli um 10 Uhr vorstellen. Auf unserer download-Seite finden Sie Bilder der Ausstellung.


In den dreiminütigen Präsentationen stellen die Filmemacher schwierige, oft trockene und ernste Themen aus 500 Jahren Domgeschichte spielerisch, amüsant und absolut leicht verständlich dar. Ob zur Gruft, zur Rolle des letzten Kaisers oder zur Geschichte des Domes im Dritten Reich – ganz nebenbei vermitteln die animierten Filme viel Wissenswertes über das Haus, das einst als „Hauptkirche des Protestantismus“ errichtet wurde. Für Kinder gibt es zudem eine eigene Stele, die erklärt, wer denn noch mal dieser Luther war. Die Ausstellung wird gefördert von der Beauftragten für Kultur und Medien, Monika Grütters.

Parallel zur Ausstellung zeigen wir im Kaiserlichen Flur Schätze aus unserem Archiv und bieten ab Herbst spezielle Führungen für Schüler an. Die Ausstellung ist im normalen Eintrittspreis enthalten (7,-€/ ermäßigt 4,-€).

Pressekonferenz
3. Juli 2014, 10 Uhr
Kaiserflur, Eingang über Portal 9  (Haupteingang ganz rechts)

 

Link zum Beispielfilm:

 

20. Juli 1944 – Festgottesdienst zum 70. Jahrestag des Hitlerattentates

stauffenberg.jpgVor 70 Jahren, am 20. Juli 1944, scheiterte Claus Schenk Graf von Stauffenberg mit seinem Attentatsversuch auf Adolf Hitler in der „Wolfsschanze“. Im Berliner Dom erinnern wir mit einem Festgottesdienst, der vom ZDF übertragen wird, an diesen Tag.


Bundespräsident Joachim Gauck wird bei diesem Gottesdienst ebenfalls anwesend sein. Wegen der Fernsehübertragung ist der Beginn auf 9.30 Uhr vorverlegt. Wir bitten, bis 9 Uhr die Plätze einzunehmen. Ein späterer Einlass ist nicht möglich.


Die „Operation Walküre“- das Attentat vom 20. Juli und der anschließend geplante Staatsstreich – gilt als bedeutendster Umsturzversuch der NS-Zeit. Mit der Operation sollte Hitler getötet, der Krieg beendet und eine neue Regierung aufgebaut werden. Zum Kreis der Attentäter gehörten vor allem die Spitzen des Militärs, Adlige und hohe Verwaltungsmitarbeiter, mit zum Teil sehr unterschiedlichen Motiven.  Manche der Männer handelten aus ethisch-religiösen Gründen, aus allgemeinen Gewissensfragen heraus oder aufgrund eigener, traumatisierender Erlebnisse an der Front.

Foto: Claus Schenk Graf von Stauffenberg 

 

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echt kuh-l

bienen_klein.jpgSo sehen Gewinner aus: das Bienenteam der Montessori Gemeinschaftsschule Saarbrücken (Saarland) besuchte am Mittwoch, den 4. Juni die Bienenvölker auf dem Dach des Berliner Domes. Die Jungen und Mädchen aus den Klassen acht bis zehn haben beim bundesweiten Schülerwettbewerb des Landschaftsministeriums "echt kuh-l" gewonnen. Ihr Film „Das Bienenteam: Die Bienen von Schülern für Schüler!“ überzeugte die Jury und wurde aus über 1000 eingereichten Projekten in der Altersgruppe zum Sieger gekürt. Das diesjährige Motto lautete: „Fleißige Bienen & Flinke Brummer – Natur braucht Vielfalt!“ . Als Preis bekamen  die GewinnerInnen eine dreitägige Berlinreise geschenkt. Auf dem Programm heute: Imker Uwe Marth und die vier Bienenvölker  auf dem Dach des Domes.

 

www.echtkuh-l.de

 

Viele Hunderttausend Euro für den Dom

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Der Dombau-Verein feiert in diesen Tagen seinen 20. Geburtstag. Für die vielen Jahre der Unterstützung und finanziellen Hilfe bedankt sich der Berliner Dom bei den Mitgliedern des Vereins mit einem Gottesdienst und einem Empfang am 15. Juni um 10 Uhr.

Bei der Wiedereinweihung der Predigtkirche im Juni 1993 war der Kirchraum noch unvollendet, die farbigen Altarfenster fehlten, ebenso wie die Mosaiken in der Kuppel. Stattdessen  schwebten acht große Gerüste über den Köpfen der Dombesucher. Das Gruftgeschoss und das Dom-Museum waren begonnene Baustellen. Da die bisherigen Förderer des Wiederaufbaus ihre finanzielle Unterstützung einstellten, kam es 1993 zu einem Baustopp.

Aus diesem Anlass wurde 1994 der Berliner Dombau- Verein gegründet. Der Verein stellte sich die Aufgabe, die unvollendeten Restaurierungs- und Bauprojekte des Domes zu unterstützen sowie zur Erhaltung seiner Substanz beizutragen. Dieser selbst gestellten Aufgabe ist der Dombau-Verein in den vergangenen Jahren – wie wir finden – absolut gerecht geworden.

850.000 Euro haben die Mitglieder in den 20 Jahren für den Dom gespendet, zudem reichlich Sachspenden. Außerdem halfen sie an vielen Stellen mit eigener Arbeit und Muskelkraft. Diese Gelder und Hilfskräfte haben an vielen Stellen dazu beigetragen, das Haus zu verschönern und zu erhalten. Mit Hilfe des Dombauvereins konnten zum Beispiel die neuen farbigen Altarfenster rekonstruiert werden, sowie die Mosaiken in der Domkuppel. Dank der Initiative eines Dombau-Vereinsmitglieds wurde zudem die Hohenzollerngruft instand gesetzt und 1999  erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auch an der Restaurierung von Gemälden, Modellen, Zeichnungen und Plänen aus der Bauzeit des Domes war der Verein beteiligt, sowie an der Wiedereinrichtung des hauseigenen Museums.

Mit Vorträgen und jährlichen Exkursionen bietet der Verein seinen Mitgliedern und Förderern die Möglichkeit,  sich über Fragen des Kirchenbaus  in Berlin-Brandenburg und weit darüber hinaus zu informieren. Falls auch Sie in den Dombauverein eintreten möchten, finden Sie ein Antragsformular auf der Homepage des Vereins.

 

Foto: zerstörte Kuppel vor der Restaurierung

 

Gedenken an WK I

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100 Jahre nach Ausbruch des ersten Weltkrieges erinnern wir mit einem Konzert an dieses schreckliche Ereignis. Unter der Schirmherrschaft von Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeiner singen der Berliner Knabenchor sowie SängerInnen anderer Berliner Chöre das War Requiem von Benjamin Britten.

Samstag, 28. Juni, 20 Uhr
Leitung: Thomas Henning
Neue Preussische Philharmonie
Karten: 20,- bis 35,- Euro.

 

Orgelmarathon

orgel.jpgIm Rahmen eines Orgelspazierganges am 22. Juni können interessierte Hörer gleich vier Orgeln erleben: um 15.30 beginnt Domkantor Tobias Brommann den Reigen mit einem Konzert in der Hedwigskathedrale. Drei weitere Organisten werden ebenfalls dort spielen, bevor es in der Französischen Friedrichstadtkirche um 17.30 Uhr weitergeht. Nach vier Kurzkonzerten erklingt die Orgel im Berliner Dom ab 19.30 Uhr. Hier haben die Besucher die Gelegenheit gleich vier hervorragende Musiker an der großen Sauerorgel zu erleben. Ab 19.30 Uhr spielen Ulrike Blume, Matthias Schmelmer, Sebastian Oelke und Ingo Schulz verschiedene Werke. Gerhard Löffler führt das Publikum mit seiner Moderation durch den Abend. Der Eintritt ist frei. Der Spaziergang zu den so verschiedenen Orgeln endet ab 21.30 in der Marienkirche.

 

Foto: Frank Grages

 

Verteidiger des Vaterlandes - Predigtreihe der Citykirchen

predigtreihe_wki.jpgHundert Jahre nach Beginn des 1. Weltkrieges reflektieren die fünf Berliner Citykirchen in einer Predigtreihe die Rolle der Kirchen während dieser Zeit.

D Kirchenhistoriker Martin Greschat schreibt über eben diese Rolle: „Mit Inbrunst begriffen sich die Kirchen und die große Mehrheit der Christen (..) nicht nur als Verteidiger ihres Vaterlandes, sondern der Kultur und des Christentums insgesamt.“ Statt zu warnen, stellten sich die meisten Pfarrer auf die Seite der Befürworter und Unterstützer. „Im Weltkrieg dominierte nicht nur die Verschmelzung von Christentum und Nationalismus, sie feierte regelrechte Triumphe“, so Greschat.

In der Predigtreihe der fünf Berliner Citykirchen soll unter anderen der Frage nachgegangen werden, wie es zu dieser Haltung kommen konnte und welche Konsequenzen daraus gezogen werden müssen.

 

Am 27.7. beleuchtet die Predigt von Dr. Petra Zimmermann die Rolle des Dompredigers Bruno Doering. Einer breiten Öffentlichkeit wurde Doehring durch einen Gottesdienst unter freiem Himmel anlässlich des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs bekannt. In seiner Predigt rief er dazu auf, in allen kommenden Leiden „furchtlos in Treue und Gottvertrauen unter der Führung des Kaisers fest zusammen zu stehen“. Sie fand in gedruckter Form weite Verbreitung.

 

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