
Schola der St.-Hedwigs-Kathedrale Berlin
KMD Norbert Richtsteig, Orgel
Mit »Gregorianik« bezeichnet man den einstimmigen, unbegleiteten,
liturgischen, lateinischen Gesang der christlichen Kirche. Ihr Name verweist
auf Papst Gregor den Großen (um 540 – 604), ihre Ursprünge reichen jedoch
wesentlich weiter zurück, letztlich bis hin zur jüdischen Synagoge. Der
gregorianische Choral, Ausgangspunkt der abendländischen Musikkultur und
der europäischen Mehrstimmigkeit, wird seit dem Mittelalter immer wieder
als Grundlage für Kompositionen verwendet.
In unserer Reihe »Musica Mystica – Gregorianik im Dialog« werden
verschiedene Konzepte des Umgangs mit den Melodien deutlich:
barocke Alternatimpraxis als Wechsel zwischen Schola und Orgel
altkirchliche Hymnen und deren Umsetzung mit kompositorischen
und harmonischen Mitteln des jeweiligen Komponisten und seiner
Zeit
Gregorianik als Grundlage für zeitgenössische Improvisationen
Originalkompositionen für Schola und Orgel aus der Romantik
Um den Kirchenraum des Berliner Doms und seine besondere Akustik auf
meditative, mystische und eindrückliche Weise erfahrbar zu machen und
neue Raum- und Klangerlebnisse entstehen zu lassen, ist der Dialog von
Gregorianik und Orgelmusik ideal geeignet.
Die Fokussierung auf das einstimmig Gesungene öffnet das Ohr der Zuhörer
jedesmal neu für die Farben der Orgel. Der Standort der Schola ist dabei so
gewählt, dass ungewöhnliche Raumklangeffekte entstehen können.
14,-/ erm 8,- €
Kartenverkauf
Konzertkasse im Dom, Portal 3
Telefon (030) 202 69 136, täglich: 11.00-18.00 Uhr
und an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie über
ticketonline.com.