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Vom Himmel hoch - Weihnachtskonzert

Konzert
Sonntag, Dezember 27, 2009 At 20:00

Felix Mendelssohn Bartholdy: Christus, (Weihnachtsteil)
Choralkantate „Vom Himmel hoch“
Francis Poulenc: Gloria; Quatre Motets pour le Temps de Noël
amici musicae Chor & Orchester Leipzig
Leitung: Ron-Dirk Entleutner

25 / 21 / 18 / 13 / 8 / 4 €

Kartenverkauf
Konzertkasse im Dom, Portal 3
Telefon (030) 202 69 136, täglich: 11.00-18.00 Uhr
und an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie über ticketonline.com.


Unter den acht Choralkantaten, die Mendelssohn Bartholdy zwischen 1827 und 1832 unter der Ägide seines Lehrers und Förderers Carl Friedrich Zelter als Studienwerke schuf, stellt die mit dem lapidaren Wort »Weihnachtslied« überschriebene Kantate Vom Himmel hoch da komm ich her unbestritten den Höhepunkt dar. Schon das prunkvoll besetzte Orchester sticht aus dem Kreis der übrigen Werke dieser Gattung heraus. Die Anlage mit einem großdimensionierten, prächtigen Choralsatz für fünfstimmigen Chor zu Beginn, zwei kontrastreichen innigen Arien und einem vierstimmigen Schlusschor, der dem Kopfsatz an Prunk in nichts nachsteht, unterstreicht die Sonderstellung dieser Kantate.

Nach dem Paulus und dem Elias plante Mendelssohn ein weiteres, drittes Oratorium zu komponieren. Von dem dreiteilig konzipierten Christus konnte er jedoch vor seinem Tod lediglich Fragmente des ersten (Die Geburt Christi) und zweiten Teiles (Leiden Christi) niederschreiben. Das Fragment des ersten setzt mit dem Auftreten der drei Weisen aus dem Morgenland ein (anschaulich als Terzett für Männerstimmen komponiert). Der sich direkt anschließende vierstimmige Chor sollte wohl als Abschluss des gesamten ersten Teiles dienen. Schon die erhaltenen Bruchstücke des Werkes lassen die Gesamtkomposition erahnen, die in der Trias Paulus - Elias - Christus eine herausragende, verbindende Stellung erhalten hätte.

Als Frank Martin sich zur Komposition der Cantate pour le temps deNoël entschloss, hatte er eben die byzantinischen Mosaike in Ravenna für sich entdeckt und war davon tief beeindruckt: »Es war wie eine Offenbarung für mich, ein tiefgehendes Erlebnis.« Die Verwandtschaft des Werkes mit dieser Kunst ist offensichtlich: statisch konzipierte Hauptpersonen (Soli) vor einem funkelnden farbenreichen Hintergrund (Orchester). Dieses Werk wurde zu Lebzeiten Martins nie gespielt und erst 1994 uraufgeführt.

In seinem traditionellen Weihnachtskonzert stellt amici musicae, Chor & Orchester, Leipzig somit zum Abschluss des Mendelssohn-Jahres noch einmal Früh- und Spätwerk des Jubilars dicht nebeneinander und kontrastiert es mit der Komposition von Frank Martin anlässlich seines 25. Todesjahres.